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Sprüche über Anstand

243 Sprüche — Seite 11

Feine Formen des Umgangs mögen unscheinbar wirken, doch im Anstand zeigt sich oft, wie ein Mensch andere wirklich betrachtet. Er verbindet Takt, Rücksicht und Würde zu einer Haltung, die nicht aus Zwang, sondern aus innerer Form entsteht. Deshalb bleibt dieses Thema weit bedeutender, als bloße Etikette vermuten lässt.

In kleinen Gesten wird sichtbar, ob Respekt nur behauptet oder tatsächlich gelebt wird. Anstand schützt vor Grobheit, hält Beziehungen tragfähig und verleiht dem Alltag jene Form, in der Achtung selbstverständlich werden kann.

  1. Geld, Gewalt und Herrengunst zerbricht Ehre, Recht und alle Kunst.

    Georg Rollenhagen

  2. Für die Völker wie für den Einzelnen gibt es Umstände, wo die Stimme der Ehre diejenige der Klugheit übertönen muss.

    Camillo Benso Graf von Cavour

  3. Fast jede Frau ist schön, wenn sie Charme hat. Fast jede Frau hat Charme, wenn sie Scham hat.

    Anton Graff

  4. Reines Herz und reiner Mut sind in jedem Kleide gut

    Bernhard Freidank

  5. Was ist Höflichkeit? Ein stillschweigendes Übereinkommen zweier Menschen, demzufolge jeder seine Eitelkeit zugunsten derer des anderen verschleiert.

    Alphonse Karr

  6. Nur zwei Dinge lassen sich nicht durch Mühe und Studium ersetzen: im Leben das feine moralische Gefühl und in der Kunst der Geschmack.

    Joszef Freiherr von Eötvös

  7. Sei Mensch und ehre Menschenwürde

    Robert Bosch

  8. Man hat immer zwei Gründe etwas zu tun: Einen anständigen und den wahren

    John Pierpont Morgan

  9. Ein wahrer Gentleman ist ein Mann, der die Gedanken einer Frau errät und Sie trotzdem nicht nach Hause begleitet

    John Barrymore

  10. Jeder Mensch sollte die Welt mit seinem Leben ein ganz klein wenig besser machen.

    Frances Hodgson Burnett

  11. Moral ist Maß – wo sie fehlt, da erschöpfen sich alle Kräfte in Maßlosigkeit, denn das Maß ist das Erhaltende in der Natur wie im Leben.

    Wilhelmine von Hillern

  12. Es kommt nicht darauf an, wen man liebt – sondern wie man liebt! Eine edle Natur wird immer edel in der Liebe sein, eine gemeine immer gemein.

    Wilhelmine von Hillern

  13. Wer irgendeine Art von Religion zur Stütze seiner Sittlichkeit bedarf, dessen Moralität ist nicht rein, denn diese muss ihrer Natur nach in sich selbst bestehen

    Karoline Friederike Louise M. von Günderrode

  14. Durch Gewalt läßt sich niemand für die Tugend begeistern.

    Rahel Varnhagen von Ense

  15. Das Herumdoktern an sich hat keinen Zweck. Man gehe gerade und einfach seinen Weg. Ich halte mich für gut von Natur, und sollte ich dann und wann etwas Schlechtes tun, so ist das auch natürlich.

    Paula Modersohn-Becker

  16. Kein Bösewicht kann glücklich sein, am wenigsten ein Verführer

    Juvenal

  17. Rechtschaffenheit wird (von allen) gelobt und stirbt doch vor Kälte

    Juvenal

  18. Adel liegt einzig und allein in der Tugend.

    Juvenal

  19. Dankbarkeit ist die zarte Pflanze, Dank ihre edle Frucht.

    Graf Karl Christian Ernst von Bentzel-Sternau

  20. Es gibt viele Leute in der Welt, aber wenig Menschen.

    August Pauly