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Sprüche über Anstand

243 Sprüche — Seite 4

Feine Formen des Umgangs mögen unscheinbar wirken, doch im Anstand zeigt sich oft, wie ein Mensch andere wirklich betrachtet. Er verbindet Takt, Rücksicht und Würde zu einer Haltung, die nicht aus Zwang, sondern aus innerer Form entsteht. Deshalb bleibt dieses Thema weit bedeutender, als bloße Etikette vermuten lässt.

In kleinen Gesten wird sichtbar, ob Respekt nur behauptet oder tatsächlich gelebt wird. Anstand schützt vor Grobheit, hält Beziehungen tragfähig und verleiht dem Alltag jene Form, in der Achtung selbstverständlich werden kann.

  1. Es gibt eine Grenze, wo Zurückhaltung aufhört, eine Tugend zu sein.

    Edmund Burke

  2. Die Höflichkeit ist dem Menschen was die Wärme dem Wachs.

    Arthur Schopenhauer

  3. Was mich anbetrifft, so zahle ich für die Fähigkeit, Menschen richtig zu behandeln, mehr als für irgendeine andere auf der ganzen Welt.

    John D. Rockefeller

  4. Ich verlange nicht, dass der Kleinbürger seine Moral aufgibt, ich verlange nur, dass er mir meine lässt.

    José Ortega y Gasset

  5. Die Halunken suchen immer Deckung hinter den guten Manieren ihrer Gegner.

    Otto Ernst

  6. Die Demokratie ist keine Frage der Zweckmäßigkeit, sondern der Sittlichkeit.

    Willy Brandt

  7. Heucheln, das Wort klingt schlecht, drum nennt man es Takt.

    Carl Spitteler

  8. Ohne Rechtschaffenheit ist es nicht leicht, in äußerem Glück die Bescheidenheit zu wahren.

    Aristoteles

  9. Es ist besser in Ehren zu versagen, als durch Betrug erfolgreich zu sein.

    Sophokles

  10. Einem schlechten Menschen einen Gefallen zu erweisen, ist genauso gefährlich, wie einen guten zu kränken

    Titus Maccius Plautus

  11. Rein durch das Leben zu gehen ist unmöglich. Aber sich zu reinigen ist möglich und höchstes Ziel

    Jakob Bosshart

  12. Ein guter Name geht in Augenblicken verloren; ein schlechter wird in Jahren nicht zu einem guten.

    Jeremias Gotthelf

  13. Die Ehre ist die Poesie der Pflicht!

    Alfred de Vigny

  14. Alle edlen Eigenschaften machen den Menschen einsam.

    Theresa Keiter

  15. Die Höflichkeit ist das Bestreben, anderen gefallen zu wollen.

    Charles-Louis de Montesquieu

  16. Man kann einen starken, edlen Charakter, so wie den Diamanten, oft an einem einzigen Strahle erkennen, der von ihm ausgeht, und das leuchtende Feuer lässt dem verständigen Auge dann keinen Zweifel meh …

    Paul Keller

  17. Die vollkommene Dame wird darauf achten, dass in den Bücherregalen die Werke männlicher und weiblicher Autoren streng getrennt stehen. Mann sollte sie nur dann zusammenstellen, wenn die Verfasser mi …

    Vincent van Gogh

  18. Ein großer Mann zeigt seine Größe durch die Art, wie er kleine Leute behandelt

    Thomas Carlyle

  19. Von allen Werken der Literatur Schönheit oder ein moralisches Ziel zu verlangen, wäre dasselbe, wie von jedem Staatsbürger makellosen Lebenswandel und Bildung zu verlangen.

    Alexander Puschkin

  20. Den besten Rat bekommt man nicht selten von den schlechtesten Menschen, weil sie von ihren eigenen Absichten ausgehen.

    Philip James Bailey