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Sprüche über Anstand

237 Sprüche — Seite 8

Feine Formen des Umgangs mögen unscheinbar wirken, doch im Anstand zeigt sich oft, wie ein Mensch andere wirklich betrachtet. Er verbindet Takt, Rücksicht und Würde zu einer Haltung, die nicht aus Zwang, sondern aus innerer Form entsteht. Deshalb bleibt dieses Thema weit bedeutender, als bloße Etikette vermuten lässt.

In kleinen Gesten wird sichtbar, ob Respekt nur behauptet oder tatsächlich gelebt wird. Anstand schützt vor Grobheit, hält Beziehungen tragfähig und verleiht dem Alltag jene Form, in der Achtung selbstverständlich werden kann.

  1. Wenn man die Redlichkeit eines Politikers allzu laut betont, zweifelt man an seinen Fähigkeiten.

    Charles de Talleyrand

  2. Wer glücklich ist, der ist auch gut, das zeigt auf jedem Schritt sich; Denn wer auf Erden Böses tut, trägt seine Strafe mit sich!

    Friedrich von Bodenstedt

  3. Anmut umgibt die Eleganz und kleidet sie.

    Joseph Joubert

  4. Der Gehorsam heuchelt Unterordnung, so wie die Angst vor der Polizei Anständigkeit heuchelt

    George Bernard Shaw

  5. Stärke und Erfolg stehen über der Moral, über der Kritik.

    John Steinbeck

  6. Die Wahrheit ist die Grammatik des Lebens und die Ehre ein Examen mit Nr. 1.

    Bogumil Goltz

  7. Der erste Schritt zum Laster ist der letzte auf der Bahn der Tugend und der wahren Glückseligkeit.

    Joachim Heinrich Campe

  8. Wenn Du Deinen Kindern viel Reichtum hinterlassen willst, dann gib sie in Gottes Fürsorge und hinterlass ihnen nicht Reichtümer, sondern Tugenden und Qualifikationen.

    Johannes Chrysostomos

  9. Zusammenfassung des Benehmens: die eigene Würde zu bewahren, ohne die Freiheit anderer zu stören

    Francis Bacon

  10. Höflichkeit ist Klugheit, folglich ist Unhöflichkeit Dummheit

    Arthur Schopenhauer

  11. Höflichkeit ist die Blüte der Menschlichkeit. Wer nicht höflich genug ist, ist auch nicht menschlich genug.

    Joseph Joubert

  12. Eines schickt sich nicht für alle. Sehe jeder, wie er's treibe! Sehe jeder, wo er bleibe, und wer steht, dass er nicht falle!

  13. Früher wurden die Mädchen noch rot, wenn sie sich schämten; heute schämen sie sich, wenn sie rot werden!

  14. Die Bosheit war sein Hauptpläsier, drum - spricht die Tante - hängt er hier!!

    Wilhelm Busch

  15. Wer seine Ehre durch seine eigene Schuld verloren oder geschmälert hat, der kann sie nur durch unzweideutige Besserung rehabilitieren, und auch dies ist schwer genug.

    Richard Rothe

  16. Man sollte es nicht für möglich halten, aber auch die Tugenden müssen ihre Grenzen haben

    Immanuel Kant

  17. Als deutscher Tourist im Ausland steht man vor der Frage, ob man sich anständig benehmen muß oder ob schon deutsche Touristen dagewesen sind.

    Kurt Tucholsky

  18. Es gibt kein Land, wo das Gesetz alles voraussehen kann und die ständigen Einrichtungen der Vernunft und Sitte zu ersetzen in der Lage sind.

    Charles Alexis Henri Clérel de Tocqueville

  19. Nicht die Sittlichkeit regiert die Welt, sondern eine verhärtete Form derselben: Die Sitte.

    Berthold Auerbach

  20. Es gibt eine natürliche Aristokratie unter den Menschen. Sie beruht auf Tugend und Talent.

    Thomas Jefferson