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Sprüche über Anstrengung

499 Sprüche — Seite 16

Was Substanz besitzt, entsteht nur selten ohne Widerstand. Anstrengung gehört zu jenen Erfahrungen, in denen sich Ernst, Zieltreue und Bereitschaft zeigen, auch unbequeme Wege zu gehen. Deshalb steht dieses Thema nicht nur für Mühe, sondern ebenso für Würde und die Fähigkeit, etwas wirklich zu tragen.

Ihr Sinn offenbart sich oft erst im Rückblick, wenn sichtbar wird, was ohne Einsatz unerreichbar geblieben wäre. Die Sprüche zu diesem Thema zeigen, dass Anstrengung nicht bloß Belastung bedeutet, sondern die notwendige Form sein kann, in der Wille, Hoffnung und Leistung Wirklichkeit werden.

  1. Als Gott den Menschen erschuf, war er bereits müde, das erklärt manches.

    Mark Twain

  2. Alles in der Welt lässt sich ertragen, nur nicht eine Reihe von schönen Tagen

    Johann Wolfgang von Goethe

  3. Wer nicht gerne denkt, sollte wenigstens von Zeit zu Zeit seine Vorurteile neu gruppieren.

    Luther Burbank

  4. Wer mit dem Leben spielt, kommt nie zurecht, wer nicht sich selbst befiehlt, bleibt immer Knecht.

    Johann Wolfgang von Goethe

  5. Anfangs willst du fast verzagen, und du denkst, du trägst es nie; und du wirst es doch ertragen, aber mit zerschundnem Knie.

  6. Glück strengt genauso an wie Unglück.

    Robert Musil

  7. Abenteuer: Eine von der richtigen Seite betrachtete Strapaze.

    Gilbert Keith Chesterton

  8. Halbheiten sind mir zuwider. Ich brauche das Ganze. Zwar kann ich es nicht, aber ich will es erobern.

    Paul Gauguin

  9. Man darf wohl die Lust erstreben, die hinter der Anstrengung liegt, aber nicht die, welche davor liegt.

    Antisthenes

  10. Leben heisst lachen mit blutenden Wunden.

    Richard Fedor Leopold Dehmel

  11. Ganz aufgehen in der Familie heißt, ganz untergehen

    Marie von Ebner-Eschenbach

  12. Mut besteht nicht darin, dass man die Gefahr blind übersieht, sondern darin, dass man sie sehend überwindet.

    Jean Paul

  13. Manchmal ist es schwerer, einen einzigen Menschen als ein ganzes Volk zu beherrschen.

    Marquis de Vauvenargues

  14. Was der Teufel nicht kann, macht die Frau.

  15. In der Liebe musst du dreimal geben, bevor du einmal nehmen darfst.

  16. Alles Gute auf der Welt entsteht nur, wenn einer mehr tut als er muss.

  17. Der Stand der Frauen den Männern gegenüber ist wahrlich ein harter

    Euripides

  18. Am Ende des Weges mag der Pessimist recht bekommen, aber unterwegs hat es der Optimist leichter.

    Otto Ernst

  19. Willst du Großes, lass das Zagen, tu's nach kühner Schwimmer Brauch! Rüstig gilt's die Flut zu schlagen, doch es trägt die Flut dich auch!

    Franz Emanuel August Geibel

  20. Wer seine Schweißtropfen zählt, wird nie Geld zählen!

    Christian Friedrich Hebbel