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Sprüche über Anstrengung

499 Sprüche — Seite 7

Was Substanz besitzt, entsteht nur selten ohne Widerstand. Anstrengung gehört zu jenen Erfahrungen, in denen sich Ernst, Zieltreue und Bereitschaft zeigen, auch unbequeme Wege zu gehen. Deshalb steht dieses Thema nicht nur für Mühe, sondern ebenso für Würde und die Fähigkeit, etwas wirklich zu tragen.

Ihr Sinn offenbart sich oft erst im Rückblick, wenn sichtbar wird, was ohne Einsatz unerreichbar geblieben wäre. Die Sprüche zu diesem Thema zeigen, dass Anstrengung nicht bloß Belastung bedeutet, sondern die notwendige Form sein kann, in der Wille, Hoffnung und Leistung Wirklichkeit werden.

  1. Bevor zum Anfang ein tüchtiger Grund gelegt ist, halte ich es für eitles Bemühen, über das Ende auch nur ein Wort zu verlieren.

    — Demosthenes

  2. Aller Anfang ist leicht, und die letzten Stufen werden am schwersten und seltensten erstiegen.

    — Johann Wolfgang von Goethe

  3. Fleiß überwindet alles.

  4. Wenn wir wollen, dass es in der kleinsten Strohhütte wie in der ganzen Welt besser gehe, so müssen wir das, was wir dazu beitragen können, selbst tun.

    — Johann Heinrich Pestalozzi

  5. Und kommt es dir zuweilen vor, als ächze schwer dein Lebenskarren: Öl rasch die Räder mit Humor, dann hört er wieder auf zu knarren.

  6. Müh und Fleiss bricht alles Eis.

  7. Sei tapfer, wenn die Masten krachen, dass du nicht schreckversteinert stehst; du wirst die Wogen dienstbar machen, sobald du klug das Steuer drehst. Gern packt das Unglück deine Schwächen - o käm …

    — Otto Banck

  8. Wenn du viel erreichen willst, darfst du niemals mucken; wer den Teich aussaufen will, muss auch Kröten schlucken.

  9. Die dünnen Falten, die sich in die Stirn der Denker fressen, bekamen nicht selten ihre Nahrung durch den Zweifel.

    — Christa Schyboll

  10. Die Arbeit, die tüchtige, intensive Arbeit, die einen ganz in Anspruch nimmt mit Hirn und Nerven, ist doch der größte Genuß im Leben.

    — Rosa Luxemburg

  11. Lebe von der Welt geschieden, und du lebst mit ihr in Frieden. Willst du dich mit ihr befassen, höre, was dir widerfährt: Du musst lieben oder hassen; keines ist der Mühe wert.

    — Friedrich Rückert

  12. Erfülle jederzeit deine Pflicht, und wenn es dir schwer fällt, dann murre nicht. Nur den erquickt des Abends Rast der freudig trug des Tages Last.

  13. Es gibt nichts Schwierigeres, als mit dem Rauchen aufzuhören: Selbst wenn ich wollte, würde ich es nicht schaffen.

    — Rudyard Kipling

  14. Dass du nicht kannst, sei dir vergeben, doch nimmermehr, dass du nicht willst.

    — Henrik Johan Ibsen

  15. Die Gesundheit zu erhalten: Nicht bis zur Sättigung essen, sich vor Anstrengungen nicht scheuen!

    — Hippokrates von Kós

  16. Der Muskel wird durch starken Gebrauch gestärkt, der Nerv hingegen dadurch geschwächt. Also übe man seine Muskeln durch jede angemessene Anstrengung, hüte hingegen die Nerven vor jeder.

    — Arthur Schopenhauer

  17. Das Steckenpferd ist das einzige Pferd, das über jeden Abgrund trägt.

    — Christian Friedrich Hebbel

  18. Man sagt wohl: Was ein Häkchen werden will, krümmt sich beizeiten. Ich aber sage: Was ein Mastbaum werden will, streckt sich früh.

    — Otto von Bismarck

  19. Kannst du nicht wie der Adler fliegen, klettre nur Schritt für Schritt bergan; wer mit Mühe den Gipfel gewann, hat auch die Welt zu Füßen liegen.

    — Victor Blüthgen

  20. Nur auf dem Boden harter Arbeit bereitet sich normalerweise der Einfall vor.

    — Max Weber