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Sprüche über Bewunderung

364 Sprüche — Seite 9

Was Menschen aufrichtet und den Blick nach oben zieht, findet oft in der Bewunderung seinen Ausdruck. Sie entsteht vor Größe, Mut, Schönheit oder Haltung und verrät damit auch, wonach ein Herz sich selbst ausrichtet. Darum ist dieses Thema mehr als bloßes Staunen, nämlich ein stilles Urteil über Wert und Vorbild.

In echter Bewunderung liegt kein Neid, sondern Anerkennung dessen, was über das Gewöhnliche hinausweist. Die Sprüche zu diesem Thema zeigen, wie inspirierend jene Haltung sein kann, die Großes erkennt und sich davon nicht klein, sondern ermutigt fühlen lässt.

  1. Die Heuchelei ist das schwierigste und anstrengendste aller Laster. Man kann ihm, wie dem Ehebruch oder der Fresssucht, nicht nur gelegentlich frönen, es ist eine Aufgabe rund um die Uhr.

    — William Somerset Maugham

  2. Das Gewissen ist der einzige Spiegel, der weder betrügt noch schmeichelt.

    — Christina I. von Schweden

  3. Die Natur ist ein Brief Gottes an die Menschheit.

    — Platon

  4. Der Mensch - das Augenwesen - braucht das Bild.

    — Leonardo da Vinci

  5. Wenn du kein Kompliment bekommen kannst - mach dir selbst eines!

    — Mark Twain

  6. Ehrgeizigen, denen der Weg zur Ehre verschlossen ist, hat das Schicksal das Schlimmste angetan

    — Marquis de Vauvenargues

  7. Ich brauche die Menschen nur einen Augenblick zu hintergehen, und meine Feinde liegen zu meinen Füßen.

    — Jean-Jacques Rousseau

  8. Der Hochmütige liebt die Nähe von Schmarotzern oder Schmeichlern, haßt aber die Edelgesinnten.

    — Baruch de Spinoza

  9. Man liest viel zu viel geringe Sachen, womit man die Zeit verdirbt, und wovon man weiter nichts hat. Man sollte eigentlich immer nur das lesen, was man bewundert.

    — Johann Wolfgang von Goethe

  10. Das Weib ist ein Genußmittel. Ihr Leib ist zu unserem Genuß da, und sie weiß das.

    — Leo Tolstoi

  11. Der Stolze meidet gern diejenigen, welche höher stehen. Der Eitle drängt sich zu ihnen.

    — Karl Julius Weber

  12. Begeisterung aber ist die Mutter alles Großen.

    — Franz Grillparzer

  13. Der Mensch setzt Ruhm an wie das Schwein Fett.

  14. Der Mann ist so beschaffen, dass er dem vernünftigsten Argument eines Mannes widersteht, aber dem unvernünftigsten Blick einer Frau erliegt.

    — Honoré de Balzac

  15. Bewundern, lieben, anerkennen wer das nicht kann, ist arm zu nenen.

    — Friedrich Rückert

  16. Ein charmantes Kompliment ist ein geglückter Seiltanz zwischen Wahrheit und Übertreibung.

    — Hermann Bahr

  17. Frauen lassen sich durch Schmeicheleien nie entwaffnen, Männer immer.

    — Oscar Wilde

  18. Doch ehe man Respekt geniesst, muss man ihn sich verdienen. Und um ihn zu verdienen, darf man sich ihn nicht wünschen.

    — Leo Tolstoi

  19. Es ist keine Ehre von einem Narren gelobt zu werden

    — Konfuzius

  20. Ruhige, stille Hochachtung ist mehr wert als Anbetung, Verehrung, Entzückung.

    — Adolph Freiherr von Knigge