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Sprüche über Chance

775 Sprüche — Seite 38

Im Wort Chance steckt etwas, das Gelegenheit allein nicht sagt: die Möglichkeit eines anderen Weges, eines Neubeginns, einer Wende zum Besseren. Sie erscheint nicht immer dort, wo erwartet, und sie tröstet nicht, wenn sie ungenutzt bleibt – aber sie öffnet, wenn sie ergriffen wird, Räume, die vorher nicht denkbar schienen.

Ihre stärkste Form liegt oft nicht im großen Umbruch, sondern in jenem einen Moment, in dem ein Mensch erkennt: Jetzt. Die Sprüche zu diesem Thema handeln von Mut, Wandel und jener inneren Bereitschaft, die nötig ist, damit aus einer bloßen Möglichkeit tatsächlich ein neuer Anfang werden kann.

  1. Ein Zwerg sieht nicht weiter als ein Riese, wenn er auf den Schultern eines Riesen steht

    Samuel Taylor Coleridge

  2. Alles Große besteht aus Kleinem. Wer vom Kleinen nicht Besitz nimmt, kann das Große nie erwerben

    Johann Jakob Wilhelm Heinse

  3. Ein Zwerg auf den Schultern des Riesen kann weiter sehen als der Riese.

    Johann Jakob Wilhelm Heinse

  4. Ich will überhaupt lauter Unmögliches; aber lieber will ich das wollen, als mich im Möglichen schön zurechtzulegen.

    Franziska Gräfin zu Reventlow

  5. Die einzige Hoffnung für die Erde besteht darin, dass es der Menschheit gelingt, mehr Probleme zu lösen als auszulösen.

    Henriette Wilhelmine Hanke

  6. In dem heiligen Schweigen, in der großartigen Ruhe der Natur, liegt der höchste Trost für den, der ihre Sprache versteht.

    Fanny Lewald

  7. Freilich bleiben nicht alle Blüten, um Früchte zu werden. Wenn aber nur der Baum stehen bleibt, so ist die Hoffnung nicht verloren.

    Katharina Elisabeth Goethe

  8. Wenn jeder das Kleinste, das ihm obliegt, gewissenhaft und mit Liebe tut, fördert er das große Ganze am sichersten.

    Fanny Lewald

  9. Verpasste Gelegenheiten kommen nicht wieder. Aber sie lehren uns, neue wahrzunehmen.

    Henriette Wilhelmine Hanke

  10. Die Langsamkeit bietet die Chance, das, was wir tun, auch zu erleben

    Henriette Wilhelmine Hanke

  11. Den Aufbau von Macht ermöglichen meist diejenigen, die nachher ihre Opfer werden.

    Henriette Wilhelmine Hanke

  12. Es mag wohl hart sein, ein Glück erst zu erkennen, nachdem man es verlor, – aber ein Glück erst zu erkennen, nachdem man es freiwillig von sich gestoßen, das ist ein Schmerz der Reue, der am Leben nag …

    Wilhelmine von Hillern

  13. Es ist nichts verloren, und in keiner Rücksicht, nur unser Auge vermag die lange unendliche Kette von der Ursache zu allen Folgen nicht zu übersehen.

    Karoline Friederike Louise M. von Günderrode

  14. Man kann auf dem richtigen Weg sein, aber nicht der richtige Mensch für diesen Weg.

  15. Die Tür, die niemand sonst öffnen will, scheint immer weit aufzuspringen für mich.

    Clara Barton

  16. Ich habe meine Mitte gefunden, und die anderen Dinge werden - darauf vertraue ich - drum herum wachsen.

    Sophia Louisa Jex-Blake

  17. In jedem Leben geschieht es noch einmal, dass es sich müht, wiederzubeginnen wie mit Neugeburt: mit Recht nennt das vielzitierte Wort die Pubertät eine zweite Geburt.

    Lou Andreas-Salomé

  18. Jedermanns Geschäft ist das Geschäft von niemand und niemands Geschäft ist mein Geschäft

    Clara Barton

  19. Freiheit haben ist nur das, was wir notwendig brauchen, um so sein zu können, wie wir eigentlich sein sollten.

    Rahel Varnhagen von Ense

  20. Und am Ende braucht Liebe nur zu lieben. Können muss sie dies; sonst kommt jeder günstige Zufall umsonst.

    Rahel Varnhagen von Ense