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Sprüche über Einsamkeit

220 Sprüche — Seite 5

Wenn Nähe fehlt und das eigene Innere keinen Widerhall mehr findet, wird Einsamkeit zu einer besonders stillen Form des Schmerzes. Sie betrifft nicht nur das Alleinsein, sondern das Gefühl, mit dem Wesentlichen unerreicht zu bleiben. Deshalb gehört dieses Thema zu den tiefen Erfahrungen menschlicher Verletzlichkeit.

Mitunter birgt sie auch einen Raum der Sammlung, sofern sie gewählt und nicht erlitten wird. Einsamkeit zeigt, wie sehr der Mensch auf Beziehung angewiesen bleibt und wie fein der Unterschied zwischen innerer Freiheit und Verlassenheit sein kann.

  1. Was hilft das Glück, wenn´s niemand mit uns teilt? Ein einsam´ Glück ist eine schwere Last.

    Christian Dietrich Grabbe

  2. Sprich nie verächtlich über die Gesellschaft! Nur wem es nicht gelingt hineinzukommen, spottet darüber.

    Oscar Wilde

  3. Mancher flieht die Menschen und merkt nicht, dass er vor sich selbst fliehen möchte.

    Peter Sirius

  4. Vergnügte Einsamkeit! Du bist die Ruhe, so meine stille Brust sich längst erwählet.

    Anna Luise Karsch

  5. Der Mensch ist bestimmt, in der Gesellschaft zu leben. Er soll in der Gesellschaft leben. Er ist kein ganz vollendeter Mensch und widerspricht sich selbst, wenn er isoliert lebt

    Johann Gottlieb Fichte

  6. Pünktlichkeit bei einer Verabredung hat nur den einen Nachteil, dass der andere ja nicht da ist, um sie zu würdigen.

    Franklin P. Jones

  7. Dein gedenk ich, still erfreut, selbsten in der Einsamkeit; ja, im dicksten Publikum schwebt mein Geist um Dich herum.

    Wilhelm Busch

  8. Ehe - ein Versuch, zu zweit wenigstens halb so glücklich zu werden, wie man allein gewesen ist.

    Oscar Wilde

  9. Ich stelle als Tatsache fest, dass, wenn alle Menschen wüssten, was jeder über den anderen sagt, es keine vier Freunde in der Welt gäbe

    Blaise Pascal

  10. Der Langweiler ist ein Mensch, der dich deiner Einsamkeit beraubt, ohne dir Gesellschaft zu bieten

    Giovanni Vincenzo Gravina

  11. Ich habe damit begonnen, mir selbst ein Freund zu sein. Damit ist schon viel gewonnen, man kann dann nicht mehr einsam sein. Wisse auch, dass ein solcher Mensch allen ein rechter Freund sein wird.

    Seneca

  12. Keiner irrt nur für sich, sondern er ist auch Grund und Urheber vom Irren anderer.

    Seneca

  13. Niemals bin ich weniger müßig als in meinen Mußestunden und niemals weniger einsam als wenn ich alleine bin.

    Marcus Tullius Cicero

  14. Wenn Gott nicht verzeihen würde, bliebe sein Paradies leer

  15. Wenn alle Türen geschlossen und die Fenster verdunkelt sind, darfst du nicht glauben, allein zu sein. Denn Gott ist bei dir und dein Schutzengel. Und weshalb sollten sie Licht brauchen, um zu sehe …

    Epiktet

  16. Ohne Freunde möchte niemand leben, auch wenn er alle übrigen Güter besäße.

    Aristoteles

  17. Die gute Hand eines Freundes möge dich immer halten, in schweren wie in guten Zeiten, und dir Gewissheit geben, dass du niemals einsam sterben wirst.

  18. Immer allein leben: eine kostbare Regel, die ich mich bemühen will einzuhalten.

    Leo Tolstoi

  19. Nur Einsamkeit ist Vollgenuss des Lebens

    August von Platen

  20. Die Einsamkeit macht uns härter gegen uns und sehnsüchtiger gegen die Menschen, in beidem verbessert sie den Charakter

    Friedrich Nietzsche