Sprüche über Eltern
187 Sprüche — Seite 8
In Eltern verdichten sich Herkunft, Fürsorge, Vorbild und Verantwortung auf besondere Weise. Sie begleiten den Anfang eines Lebens und prägen oft weit über die Kindheit hinaus, was Sicherheit, Sprache, Liebe und Grenzen bedeuten. Deshalb gehört dieses Thema zu den stärksten Beziehungen des menschlichen Daseins.
Ihre Bedeutung liegt nicht in Fehlerlosigkeit, sondern in beständiger Zuwendung und gelebter Verantwortung. Eltern hinterlassen Spuren im Denken, Fühlen und Handeln ihrer Kinder und bleiben damit ein prägender Maßstab für Bindung und Vertrauen.
Nachlässige Eltern ziehen keine guten Kinder.
Wenn man das ruhige und häusliche Leben lieben soll, muß man dessen Süßigkeit von Kindheit an empfunden haben. Nur in seinem Elternhaus erwirbt man die Lust am eigenen Heim.
— Jean-Jacques Rousseau
Kein Mensch kann seine Mutter besitzen, keiner kann die Erde zu seinem Eigentum machen.
Die häuslichen Freuden der Menschen sind die schönsten der Erde, und die Freuden der Eltern über ihre Kinder ist die heilige Freude der Menschheit.
— Johann Heinrich Pestalozzi
Die Liebe der Eltern ist hundertmal größer als die Liebe der Kinder
Je lieber Kind, je schärfere Rute.
Kinder soll man ziehen, dass der Apfel bei der Rute liege.
Eltern verachten ist ein Stück von einem gottlosen Menschen.
Wer den Eltern nicht folgen will, muss endlich dem Büttel folgen.
Wer den Eltern nicht folgt, hat einen dummen Mut.
Eltern sollen den Zaum, solange sie leben, nicht aus den Händen geben.
Oft essen die Eltern Holzäpfel, davon den Kindern die Zähne stumpf werden.
Wer die Eltern ehrt, den ehrt Gott wieder.
Es ist keine Eule, die nicht schwüre, sie hätte die schönsten Jungen.
Was man von der Mutter hat, das sitzt fest und läßt sich nicht ausreden.
— Wilhelm Raabe
Frauen sind im Unglück weiser als Männer, weil sie Übung darin haben.
— Eleonora Duse
Man könnt' erzogene Kinder gebären, wenn die Eltern erzogen wären.
— Johann Wolfgang von Goethe
Sprichst du zu Müttern, so reden sie alsbald von ihren Kindern.
Der Vater ist der Gast im Hause.
Das Kind ist für die Mutter der Inbegriff allen Glückes. Kleine Sorgen können ihre ständige Seligkeit vorübergehend trüben, doch ihre große königliche Freude kann kein Leid töten.
— Paul Keller