290 Sprüche — Seite 3
In kaum einem anderen Raum verdichten sich Nähe, Herkunft, Pflicht, Liebe und Konflikt so stark wie in der Familie. Hier werden Menschen geprägt, getragen, enttäuscht und geborgen, oft ein Leben lang. Deshalb gehört dieses Thema zu den tiefsten und widersprüchlichsten Erfahrungen menschlicher Verbundenheit.
Ihr Wert liegt nicht in Vollkommenheit, sondern in Verlässlichkeit, Zusammenhalt und gelebter Verantwortung. Familie bleibt für viele der erste Ort von Zugehörigkeit und der Maßstab, an dem Nähe, Vertrauen und Erinnerung ihre besondere Form gewinnen.
Der Himmel ist zu Füßen der Mütter.
Die Ehescheidung ist so natürlich, dass sie in nicht wenigen Familien jede Nacht zwischen den Ehegatten schläft.
— Nicolas Chamfort
Im Namen der Familie verübt man die meisten Gemeinheiten. Sie liefert Rechtfertigungen en masse.
— Stanislaw Brzozowski
Mütter haben für jede Wunde die richtige Salbe.
Alle eure Sorgen werft auf ihn, denn er sorgt für euch!
Das Kind ist da, es ist passiert. Man wünscht Euch Glück, man gratuliert!
Der Grundton in der Harmonie der Häuslichkeit muß immer das Kindergeschrei sein, sonst geht die wichtigste Stimme ab.
— Johann Nepomuk Nestroy
Gewisse Ehen halten nur in der Weise zusammen wie ineinander verbissene Tiere
— Gerhart Johann Robert Hauptmann
Solange wird die Liebe dauern, solang ein Mutterherz noch schlägt.
— Albert Traeger
Die Tugend der Eltern ist eine kostbare Mitgift.
— Horaz
Eine Mutter ist eine Frau, deren Liebe der Himmel gesegnet hat.
— Emile Zola
Man soll das Kind nicht mit dem Bade verschütten.
Eine Mutter versteht auch, was ein Kind nicht ausspricht.
Lieb dein Kind mit Geduld; dann hat es Sonne.
— Adolf von Wilbrandt
Das Wort "Familienbande" hat einen Beigeschmack von Wahrheit.
— Karl Krauß
Die Familie ist die älteste aller Gemeinschaften und die einzige natürliche
— Jean-Jacques Rousseau
Wenn die Tochter unter der Haube ist, erscheinen die Freier in Scharen.
Ein reicher Bauer kennt seine Verwandten nicht.
Aller Adel hat einen Misthaufen zum Vater und die Fäulnis zur Mutter.
Alle Kraft ist man der Welt schuldig, und dem, der uns am nächsten steht, am ersten.
— Bettina von Arnim