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Sprüche über Fehler

570 Sprüche — Seite 19

Kaum etwas wird so gern vermieden und ist doch so unvermeidlich wie der Fehler. In ihm zeigt sich menschliche Begrenzung, aber auch die Möglichkeit, aus Irrtum Erkenntnis zu gewinnen und sich weiterzuentwickeln. Deshalb gehört dieses Thema nicht nur zur Schwäche, sondern ebenso zur Reifung eines Menschen.

Entscheidend ist weniger, ob ein Fehler geschieht, als wie mit ihm umgegangen wird. Die Sprüche zu diesem Thema beleuchten Schuld und Lernfähigkeit, Nachsicht und Selbstkritik und machen deutlich, dass Fortschritt oft erst dort beginnt, wo Unvollkommenheit nicht geleugnet, sondern ehrlich angenommen wird.

  1. Ich glaube, dass die Ungeduld, mit der man seinem Ziele zueilt, die Klippe ist, an der gerade oft die besten Menschen scheitern.

    Johann Christian Friedrich Hölderlin

  2. Schlimmer als die böse Tat ist das Böse-sein

    Dietrich Bonhoeffer

  3. Eltern verzeihen ihren Kindern die Fehler am schwersten, die sie ihnen selbst anerzogen haben.

    Marie von Ebner-Eschenbach

  4. Bist du allein, so gedenke deiner Schwächen, bist du in Gesellschaft, so sprich nicht von denen der anderen.

  5. Der Vater sieht nicht wohl, die Mutter drückt ein Auge zu.

  6. Wenn wir keine Fehler hätten, würden wir nicht mit so großem Vergnügen Fehler bei anderen entdecken.

    François de la Rochefoucauld

  7. Wer es einmal soweit gebracht hat, dass er nicht mehr irrt, der hat auch zu arbeiten aufgehört

    Max Planck

  8. Die Erfahrung ist eine teure Schule, aber Narren wollen anderswo nicht lernen.

    Benjamin Franklin

  9. Wir tadeln an anderen nur die Fehler, von denen wir keinen Nutzen ziehen.

    Alexandre Dumas

  10. Die Mittelmäßigkeit wiegt immer richtig, nur ist ihre Waage falsch.

    Anselm Feuerbach

  11. Wenn das unbedachte Wort einmal heraus ist, können es selbst vier Pferde nicht wieder holen.

  12. Kümmere dich nicht um die Zukunft, und du wirst die Gegenwart bedauern.

  13. Der Irrtum und das Unrecht der Könige werden mit ihnen begraben, aber das Unrecht der Gesetzgeber dauert von Geschlecht zu Geschlecht.

    Johann Heinrich Pestalozzi

  14. Die Erfahrung ist nur die Frucht begangener Irrtümer, darum muss man sich etwas verirren.

    Johann Nepomuk Nestroy

  15. Was moralisch falsch ist, kann gar nicht politisch richtig sein

    William Ewart Gladstone

  16. Durch Leichtfertigkeit verliert man die Wurzeln, durch Unruhe die Übersicht.

    Laotse

  17. Man verirrt sich nie so leicht, als wenn man glaubt, den Weg zu kennen.

  18. Das schnellste Pferd kann ein im Zorn gesprochenes Wort nicht einholen.

  19. Der Wurf mag zuweilen nicht treffen, aber die Absicht verfehlt niemals ihr Ziel.

    Jean-Jacques Rousseau

  20. Du willst bei Fachgenossen gelten? Das ist verlorne Liebesmüh, Was Dir missglückt, verzeihen sie selten; Was Dir gelingt, verzeihen sie nie!

    Oscar Blumenthal