Sprüche über Fehler
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Kaum etwas wird so gern vermieden und ist doch so unvermeidlich wie der Fehler. In ihm zeigt sich menschliche Begrenzung, aber auch die Möglichkeit, aus Irrtum Erkenntnis zu gewinnen und sich weiterzuentwickeln. Deshalb gehört dieses Thema nicht nur zur Schwäche, sondern ebenso zur Reifung eines Menschen.
Entscheidend ist weniger, ob ein Fehler geschieht, als wie mit ihm umgegangen wird. Die Sprüche zu diesem Thema beleuchten Schuld und Lernfähigkeit, Nachsicht und Selbstkritik und machen deutlich, dass Fortschritt oft erst dort beginnt, wo Unvollkommenheit nicht geleugnet, sondern ehrlich angenommen wird.
Der Mensch liebt seine eigenen Fehler.
Kleine Fehler geben wir gern zu, um den Eindruck zu erwecken, wir hätten keine großen
— François de la Rochefoucauld
Wenn's der Vater sieht, tut's der Sohn nicht.
Weise verfuhr ja der Schöpfer des Alls, doch irrte er zweimal: Einmal, da er das Gold - und zweitens indem er das Weib schuf.
Genier dich nicht, dir deine Fehler abzugewöhnen.
Sicher ist's nicht angebracht, dass man über gar nichts lacht. Zur Vermeidung dieses Falles lachen manche über alles.
So ist's nun mal auf dieser Welt, und ich find's gar nicht gut: Die kleinen Diebe hängt man, vor den großen zieht man den Hut.
Man muss den Bock nicht zum Gärtner setzen.
Er setzt den Bock auf die Haberkiste.
Wenn dem Esel zu wohl ist, so geht er aufs Eis und bricht ein Bein.
Kein Fisch ohne Gräte, kein Mensch ohne Mängel.
Errare humanum, sagte der Hahn und trat die Ente.
Es legt wohl auch eine kluge Henne in die Nesseln.
Die Kuh stößt den Kübel um.
Wo die Liebe fehlt, erblickt man alle Fehler.
Man muss das Pferd und nicht den Reiter zäumen.
Er zäumt das Pferd beim Schwanz auf.
Man muss das Pferd nicht auf den Esel setzen.
Hast du einen Sautrog umgestoßen, so richt ihn nicht wieder auf.
Ein Metzger tut manchen vergebnen Sprung, ein Hund noch mehr.