Sprüche über Genuss
288 Sprüche — Seite 4
Wahrer Genuss beginnt dort, wo der Augenblick nicht hastig verbraucht, sondern wirklich wahrgenommen wird. Er verbindet Sinne, Gegenwart und Dankbarkeit und macht aus etwas Gewöhnlichem oft eine Erfahrung von besonderer Dichte. Deshalb gehört dieses Thema zu den feinen Formen gelebter Lebenskunst.
Seine Würde liegt nicht im Übermaß, sondern im bewussten Erleben. Genuss setzt Offenheit voraus und zeigt, dass Reichtum oft weniger mit Besitz als mit der Fähigkeit zu tun hat, Schönes und Gutes wirklich aufnehmen zu können.
Von Worten wird der Bauch nicht voll.
Auch das noch musst du lernen, dankbar froh den guten Augenblick genießen
— Friedrich Halm
Man verschlafe ruhig die Hälfte des Lebens - man wird die andere Hälfte doppelt genießen.
— Carl Ludwig Schleich
Es bleibt der letzte und allgemeine Maßstab für den Wert eines Menschen, ob er auch der Andacht fähig, ob er seine Gedanken vom Staub des Alltags losmachen und eine Feierstille in sich erzeugen und wü …
— Paul Johann Ludwig von Heyse
Der Geizige hat keinen, der Verschwender einen unnützen Genuß von dem Seinen.
— Johann Peter Hebel
Pillen und Pulver haben sich zu einer Art psychischem Konfekt entwickelt.
— Friedrich Georg Jünger
Jugend ist die Zeit des Lebensgenusses, die Triumphe des Mannesalters und der Reichtum vorgerückter Jahre bieten keinen Ersatz für eine in genußloser Anstrengung vergeudete Jugend.
— Johann Nepomuk Nestroy
An einem schönen Tag im Schatten zu sitzen und ins Grüne zu schauen, ist die wunderbarste Erfrischung.
— Jane Austen
Man braucht den Appetit des Armen, um das Vermögen des Reichen zu genießen.
— Antoine de Rivarol
Gesund ist man erst, wenn man wieder alles tun kann, was einem schadet.
— Karl Kraus
Essen ist ein Bejdürfnis, geniessen eine Kunst
— François de la Rochefoucauld
Trägheit ist vernichtend. In homöopathischer Dosis jedoch ein Genussmittel.
— Else Pannek
Genuss ist der Beginn und das Ende eines gesegneten Lebens.
— Epikur
Beim Essen kommt der Appetit, beim Lernen die Dummheit.
Mancher glaubt zu genießen, und schlingt doch nur.
Der Mäßige, das ist eigentlich der wahre Feinschmecker und Genussmensch.
— Emanuel Wertheimer
Altes Fleisch gibt fette Suppen
Wenn du zum Wort nicht ohne Not, nicht ohne Hunger greifst zum Brot, bringt dir dein Reden nicht Verdruss, nie Unbehagen dein Genuss.
— Friedrich Rückert
Es geht nicht darum, wie viel wir besitzen, sondern wie viel wir genießen, das sorgt für Glücksgefühl.
— Charles Haddon Spurgeon
Es ist eine Forderung der Natur, dass der Mensch mitunter betäubt werde, ohne zu schlafen. Daher der Genuß im Tabakrauchen, Branntweintrinken, Opiaten.
— Johann Wolfgang von Goethe