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Sprüche über Gewohnheit

142 Sprüche — Seite 3

Vieles im Leben wird nicht durch große Entscheidungen bestimmt, sondern durch das, was sich wiederholt. Gewohnheit prägt Denken, Handeln und Wahrnehmung auf leise Weise und macht sichtbar, wie stark der Alltag an festen Bahnen hängt. Deshalb gehört dieses Thema zu den unscheinbaren Mächten des menschlichen Lebens.

Ihre Stärke liegt in Verlässlichkeit, ihre Gefahr in Erstarrung. Gewohnheit erleichtert vieles, kann aber auch Veränderungen erschweren und Menschen voneinander entfernen, wenn das Selbstverständliche nie mehr hinterfragt wird.

  1. Sobald eine Mode allgemein geworden ist, hat sie sich überlebt.

    Marie von Ebner-Eschenbach

  2. Das Geheimnis des Erfolges ist es, gewöhnliche Dinge ungewöhnlich gut zu machen

    John D. Rockefeller

  3. Unrecht gewinnt oft Rechtscharakter einfach dadurch, dass es häufig vorkommt.

    Bertolt Brecht

  4. Die schlechten Gewohnheiten wollen wir wie minderwertige Menschen, die uns lange Zeit schwer geschädigt haben, endgültig vertreiben.

    Epikur

  5. Für gewöhnlich stehen nicht die Worte in der Gewalt der Menschen, sondern die Menschen in der Gewalt der Worte.

    Hugo von Hofmannsthal

  6. Wenn ein Unrecht nur lange genug hingenommen wird, hält man es schließlich für Rechtens.

    Thomas Paine

  7. Die Frauen haben einen wunderbaren Instinkt für die Dinge. Sie bemerken alles - mit Ausnahme des Selbstverständlichen.

    Oscar Wilde

  8. Macht ist eine Mahlzeit, die wachsenden Appetit verursacht.

    Charles de Talleyrand

  9. Die Liebe ist Sehnsucht, und gestillte Sehnsucht vergeht.

    Hans Christian Andersen

  10. Der Nachteil des Himmels besteht darin, dass man die gewohnte Gesellschaft vermissen wird

    Mark Twain

  11. Wenn ein Reisender nach Hause zurückkehrt, soll er nicht die Bräuche seiner Heimat eintauschen gegen die des fremden Landes. Nur einige Blumen, von dem, was er in der Ferne gelernt hat, soll er in …

    Francis Bacon

  12. Gelegentliche Ausschweifungen wirken anregend. Sie verhindern, dass Mäßigkeit zur Gewohnheit abstumpft.

  13. Der Mensch wird sicherlich von Zeit zu Zeit über die Wahrheit stolpern, aber sich meist schnell wieder aufraffen und weitermachen wie gehabt.

    Winston Churchill

  14. Der Charakter ist weiter nichts als eine langwierige Gewohnheit.

    Plutarch

  15. Aber die Philosophen haben beobachtet, dass die Gewohnheiten der Jugendjahre im Alter des Menschen verstärkt wieder erscheinen.

    Honoré de Balzac

  16. Nichts ist wahrem Glück so sehr im Wege wie die Gewohnheit, etwas von der Zukunft zu erwarten.

    Leo Tolstoi

  17. Die Gewohnheit ist langlebiger als die Liebe und überwindet manchmal sogar die Verachtung.

    Marie von Ebner-Eschenbach

  18. Ein Brauch, zumal ein sinnlos gewordener, ist in der Regel mächtiger als ein Gesetz.

    John Steinbeck

  19. Wenn man große Mengen isst, so ist der Wohlgeschmack klein; wenn man kleine Mengen isst, ist der Wohlgeschmack groß.

  20. Der Mensch kann sich an vieles gewöhnen, bloß an das nicht, was er haben kann.

    Julian Scharnau