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Sprüche über Kritik

208 Sprüche — Seite 8

  1. Unter dreien ist immer eine Sau.

  2. Je schlimmer die Sau, desto besser die Eicheln.

  3. Ein Schaf ist wohl fromm, es grast aber genau.

  4. Es ist ein faules Schaf, das die Wolle nicht tragen mag.

  5. Viel Schweine machen den Trunk dünn.

  6. Den Vogel kennt man am Gesang, den Hafen an dem Klang, den Esel an den Ohren und am Gesang den Toren.

  7. Der Müller mit der Metzen, der Weber mit der Krätzen, der Schneider mit der Scher, wo kommt ihr Diebe her?

  8. Übler Pförtner, der alles einlässt.

  9. Der herbste Tadel lässt sich ertragen, wenn man fühlt, dass derjenige, der tadelt, lieber loben würde.

    Marie von Ebner-Eschenbach

  10. Auf die Feinde muss man wohl Acht haben, denn niemand bemerkt unsere Fehler eher als sie.

    Diogenes Laertius

  11. Tadeln können zwar die Toren, aber klüger handeln nicht.

    August Friedrich Langbein

  12. Den Tadel der Menschen nahm ich solange gerne an, bis ich einmal darauf achtete, wen sie lobten.

    Walter Rathenau

  13. Der Irrtum ist, Charakter sei keinen Widerspruch in sich selbst zu dulden.

    Hermann Bahr

  14. Die Kritik gleicht einer Bürste. Bei allzu leichten Stoffen darf man sie nicht verwenden; denn sonst bliebe nichts mehr übrig.

    Honoré de Balzac

  15. Die Predigten sind Kehrbesen, die den Unrat von acht Tagen aus den Herzen der Zuhörer herausfegen.

    Jean Paul

  16. Das Gleiche läßt uns in Ruhe, aber der Widerspruch ist es, der uns produktiv macht.

    Johann Wolfgang von Goethe

  17. Wer fällt ein Urteil oder kennt den Sachverhalt, bevor er beide Teile klar vernommen hat?

    Euripides

  18. Wenn man die Verteidigung nicht widerlegen kann, tadelt man die Art derselben

    Joseph Joubert

  19. Alle Dinge sind an sich selbst widersprechend. Der Widerspruch aber ist die Wurzel aller Bewegung und Lebendigkeit.

    Georg Friedrich Wilhelm Hegel

  20. Gedanken leben ebenso von der Bestätigung wie vom Widerspruch

    Stefan Zweig