515 Sprüche — Seite 8
Nicht Unerschrockenheit allein, sondern das Handeln trotz Furcht macht den eigentlichen Mut aus. Er zeigt sich im Wagnis des Neubeginns, im Aushalten von Widerstand und in der Treue zu dem, was als richtig erkannt wurde. Deshalb gehört dieses Thema zu den bewunderungswürdigsten Kräften menschlichen Lebens.
Sein Wert tritt besonders dann hervor, wenn Bequemlichkeit, Zweifel oder äußere Macht zum Rückzug drängen. Die Sprüche zu diesem Thema erinnern daran, dass Mut nicht nur in großen Taten lebt, sondern oft im stillen Festhalten an Wahrheit, Hoffnung und Verantwortung beginnt.
Die Gefahr verschont denjenigen, der ihr die Stirn bietet.
— Emile Zola
Das Menschengeschlecht von heute: Es ist kein Mannesmark, es ist ein Teig, mit Fäusten tapfer, an Charakter feig. Es fehlt der Mut, der im Gewissen sitzt, der freie Geist, der frisch die Wahrhei …
Wer nichts tut, kann nichts verändern.
— Wilhelm Hasenclever
Tapferkeit heißt, der einzige zu sein der weiß, dass man Angst hat.
— Franklin P. Jones
Trotz allem sollte man es wagen, den Weg fortzusetzen, selbst wenn man fühlt, es ist unmöglich, dennoch weiterzugehen.
— Vincent van Gogh
Wer gar zu viel bedenkt, wird wenig leisten.
— Friedrich von Schiller
Wer kämpft, kann verlieren, wer nicht kämpft, hat schon verloren
— Bertolt Brecht
Die Kunst des Bergsteigens ist es, die Grenzen zwischen Feigheit und Wahnsinn zu erkennen. Mit anderen Worten - den grösstmöglichen Schwierigkeiten mit grösstmöglicher Vorsicht zu begegnen.
— Reinhold Messner
Held sein, eine Minute, eine Stunde lang, das ist leichter, als in stillem Heroismus den Alltag zu tragen
— Fjodor M. Dostojewski
Die Schwierigkeit ist immer klein, man muss nur nicht verhindert sein.
— Wilhelm Busch
Scheint dir auch mal das Leben rauh, sei still und zage nicht: die Zeit, die alte Bügelfrau, macht alles wieder schlicht.
— Wilhelm Busch
Nur ein großer Geist wagt es, einfach im Stil zu sein.
— Stendhal
Wie wenige Menschen, auch die tapfersten, haben jemals den Mut, klar einzugestehen, ihre Anschauung von gestern sei Irrtum und Unsinn gewesen.
— Stefan Zweig
Wer das Wohlergehen anderer über sein eigenes stellt, erschließt sich eine unerschöpfliche Quelle von Mut und Entschlossenheit
— Dalai Lama
Durch Gefahren setzt ein großes Herz sich durch
— Jean Racine
Den inneren Frieden die nicht zu stören, in andrer Achtung stets zu steigen, habe den Mut, die Wahrheit zu hören, und die Klugheit, sie zu verschweigen.
— Heinrich Leuthold
Zwei Drittel der Hilfe ist, Mut einzuflößen
Alles Lernen ist nicht einen Heller wert, wenn Mut und Freude dabei verlorengehen
— Johann Heinrich Pestalozzi
Wer schon die Übersicht verloren hat, der sollte wenigstens den Mut zur Entscheidung haben
Ohne Mut trägt die Weisheit keine Früchte.
— Baltasar Gracián y Morales