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Sprüche über Neid

147 Sprüche — Seite 3

Wo fremdes Glück nicht erfreut, sondern schmerzt, tritt Neid in seiner bitteren Form hervor. Er vergleicht, mindert das Eigene und vergiftet den Blick auf andere, weil ihr Erfolg als stiller Angriff auf den eigenen Wert empfunden wird. Darum gehört dieses Thema zu den unerquicklichsten Regungen des menschlichen Herzens.

Seine Schärfe zeigt sich darin, dass Neid selten offen auftritt und doch Beziehungen tief beschädigen kann. Erst wo Dankbarkeit und innere Festigkeit wachsen, verliert der Vergleich seine Herrschaft über das eigene Empfinden.

  1. Neid: der Ärger über den Mangel an Gelegenheit zur Schadenfreude

    Ambrose Bierce

  2. Wir mögen keinem gerne gönnen, dass er was kann, was wir nicht können

    Wilhelm Busch

  3. Missgunst ist die Trauer, die wir bei fremden Reichtümern empfinden.

    Zenon von Kition

  4. So sind viele: Den Glücklichen hassen sie, und den Unglücklichen verachten sie

    Otto Weiss

  5. Neid ist die ehrlichste Art der Schmeichelei.

    William Wilkie Collins

  6. Neid, der spricht und lärmt, ist immer ungeschickt, fürchten muss man den verschwiegenen Neid.

    Antoine de Rivarol

  7. Ist wirklich die Welt so schadenfroh, wie du sie schilderst in scharfen Zügen, was ärgerst du über die Menschen dich so und machst ihnen dadurch soviel Vergnügen?

    Heinrich Leuthold

  8. Es gibt Dinge, die wir wegwerfen würden, fürchteten wir nicht, dass andere sie aufheben

    Oscar Wilde

  9. Nichts ist erniedrigender als Narren zu sehen, die in Geschäften erfolgreich sind, bei denen wir versagt haben

    Gustave Flaubert

  10. Wir finden drei Gründe für Streit in der menschlichen Natur: erstens Konkurrenz, zweitens Mangel an Selbstvertrauen, drittens Ruhmsucht.

    Thomas Hobbes

  11. Zu einem Gespräch unter Frauen gehören mindestens drei: Zwei, die sprechen, und eine, über die gesprochen wird.

    Alphonse Karr

  12. Du verminderst deine Kraft zum Guten durch: Reizbarkeit, Niedergeschlagenheit, Abhängigkeit, Unrast, Zerfahrenheit, Sorge, Neid oder Hass.

    Prentice Mulford

  13. Kaum hat mal einer ein bissel was, gleich gibt es welche, die ärgert das

    Wilhelm Busch

  14. Ich weiß drei böse Hunde: Undankbarkeit, Stolz, Neid. Wen die drei Hunde beißen, der ist sehr übel gebissen.

    Martin Luther

  15. In Deutschland ist die höchste Form der Anerkennung der Neid

    Arthur Schopenhauer

  16. Menschen sind zuweilen ebenso eifersüchtig in der Freundschaft wie in der Liebe. Das zeugt mehr von einer neidischen als von einer zärtlichen Gemütsart.

    Adolph Freiherr von Knigge

  17. Neid ist die Angewohnheit, statt der eigenen Glücksgüter die der anderen zu zählen.

    Ernst von Feuchtersleben

  18. Man hat so viele Gegner, aber nur einen Gott

    Mark Twain

  19. Im Mißgeschick erkennt man Freundestreuen. Die Leuten sagen's, doch ich hab' erfahren: die sich neidlos mit uns freuen, nicht die uns trösten kommen, sind die wahren.

    Georg Ebers

  20. Freundschaft zwischen Frauen ist nur ein Waffenstillstand