Sprüche über Neid
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Wo fremdes Glück nicht erfreut, sondern schmerzt, tritt Neid in seiner bitteren Form hervor. Er vergleicht, mindert das Eigene und vergiftet den Blick auf andere, weil ihr Erfolg als stiller Angriff auf den eigenen Wert empfunden wird. Darum gehört dieses Thema zu den unerquicklichsten Regungen des menschlichen Herzens.
Seine Schärfe zeigt sich darin, dass Neid selten offen auftritt und doch Beziehungen tief beschädigen kann. Erst wo Dankbarkeit und innere Festigkeit wachsen, verliert der Vergleich seine Herrschaft über das eigene Empfinden.
Das Leben stirbt, sobald es verglichen wird. Das Leben lebt erst jenseits des Grabes.
— Edward Young
Wenn jemand neidvoll an Dich denkt, verzieh nicht deine Mienen. Mitleid kriegst du umsonst geschenkt, Neid muss man sich verdienen.
Der Tadel des Feindes ist das schönste Lob, die Verleumdungen des Feindes die schmeichelhafteste Anerkennung.
— Wilhelm Liebknecht
Selbst eine völlig verschmähte Geliebte versetzt uns in Unruhe und weckt in unserem Herzen alle Zeichen der Leidenschaft, sobald wir merken, dass sie einen anderen Mann vorzieht.
— Stendhal
Fünf große Feinde des Friedens wohnen in uns: nämlich Habgier, Ehrgeiz, Neid, Wut und Stolz. Wenn diese Feinde vertrieben werden könnten, würden wir zweifellos ewigen Frieden genießen.
— Francesco Petrarca
Der Neid ist die aufrichtigste Form der Anerkennung
— Wilhelm Busch
Seinem Feind kann man nicht aus dem Weg gehen.
Beneide niemanden, denn du weißt nicht, ob der Beneidete im stillen nicht etwas verbirgt, was du bei einem Tausche nicht übernehmen möchtest.
— August Strindberg
In Armut bist du heiter, Freund: Drum hüt dich vor Fortunens Tücke dass nicht ihr Neid erwacht und meint, du lebtest in zu großem Glücke.
— Gotthold Ephraim Lessing
Unser Neid dauert stets länger als das Glück derer, die wir beneiden
— François de la Rochefoucauld
Wer ohne Neid, der ist auch ohne Liebe. Wer ohne Reu, der ist auch ohne Treu. Und dem nur wird die Sonne wolkenfrei, der aus dem Dunkel ringt mit heissem Triebe.
— Gottfried Keller
Selbst nichts leisten können, ist nur ohnmächtig Und eigengeschlechtig: Aber es denen missgönnen, die was können, das ist niederträchtig.
— Felix Dahn
Man beneidet manchem um das, worum er sich bedauert.
— Emanuel Wertheimer
Der Begleiter des Ruhms ist der Neid
— Cornelius Nepos
Einer, dessen Herz von Eifersucht verzehrt wird, ist niemals gerecht.
— George Sand
Der Hass ist ein aktives Mißvergnügen, der Neid ein passives, deshalb darf man sich nicht wundern, wenn der Neid so schnell in Hass übergeht.
— Johann Wolfgang von Goethe
Wenn das Lob der Freunde immer ein sehr zweideutiges bleibt, so darf man dagegen dem Neid der Feinde vertrauen
— Carl Leberecht Immermann
Die Kritik ist eine Steuer, die der Neid dem Talent auferlegt.
— Francois G. de Levis
Neid schadet am meisten dem, der ihn hegt, anderen gar wenig. Gleich wie der Rost das Eisen frißt, so frißt der Neid den Neider.
— Basilius von Caesarea
Nichts mindert Neid im Yachthafen so spontan wie Windstille
— Karl-Heinz Karius