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Sprüche über Pflicht

446 Sprüche — Seite 20

Nicht alles, was getan werden muss, entspringt Neigung oder persönlichem Vorteil. Pflicht meint jene innere oder äußere Verbindlichkeit, die Handeln fordert, auch wenn es unbequem ist oder keinen unmittelbaren Lohn verspricht. Deshalb gehört dieses Thema zu den ernsten Grundlagen eines verantwortlichen Lebens.

Ihre Würde zeigt sich darin, dass sie den Menschen über bloße Stimmung und Bequemlichkeit hinaushebt. Die Sprüche zu diesem Thema machen deutlich, wie eng Pflicht mit Haltung, Verlässlichkeit und dem Bewusstsein verbunden ist, dass Freiheit ohne Bindung leicht ins Beliebige kippt.

  1. Nicht auf jede Frage gehört eine Antwort

  2. Die Frau muss selber sein die Magd, soll's gehen, wie es ihr behagt

  3. Wer früh aufsteht, viel verzehrt, wer spät aufsteht, den Gott ernährt

  4. Früh auf und spät nieder bringt verlornes Gut wieder

  5. Das Wesentliche befindet sich unter einem Berg täglichen Kleinkrams.

    Else Pannek

  6. Pflichtbewusstsein aus Gehorsam macht Menschen zu Werkzeugen, schließt Menschlichkeit aus.

    Else Pannek

  7. Anderen die Aufgaben abzunehmen heißt: sie in ihrer Entwicklung zu behindern.

    Else Pannek

  8. Kein noch so zwingender Eid, keine noch so zwingende Vorschrift befreien davon, Herz und Verstand zu gebrauchen.

    Else Pannek

  9. Alle haben wir die Neigung, uns zum Sklaven der Stunde und der Überlieferung zu machen.

    Theodor Fontane

  10. Ich beeile mich, über alles zu lachen, um nicht gezwungen zu sein, darüber zu weinen.

    Pierre Augustin Baron de Beaumarchais

  11. Es gibt noch Menschen, denen das Gewissen befiehlt, ein jeglich Ding dahin zu stellen, wohin es gehört.

    Rudolf von Tavel

  12. Bedenke, was du heute tust, bedenk' auch, was du morgen musst, zumeist bedenke, deinem Leben durch Arbeit Kern und Halt zu geben

    Friedrich Wilhelm Weber

  13. Die Trägen, die zu Hause liegen, erquicket nicht das Morgenrot; Sie wissen nur von Kinderwiegen, von Sorgen, Last und Not um Brot.

    Joseph Karl Benedikt Freiherr von Eichendorff

  14. Die Kunst hat nicht die Aufgabe, die Menschen über die Beschaffenheit der Wirklichkeit zu belehren, sondern sie hat die einzige Aufgabe, ihnen das Schöne vorzuführen.

    Karl Robert Eduard von Hartmann

  15. Unter zwei oder mehreren Verbündeten verpflichtet die Abmachung vor allem die Schwächeren.

    Kazimierz Bartoszewicz

  16. Die Ehre verpflichtet zur Sittlichkeit, der Ruhm noch mehr, die Macht am meisten.

    Berthold Auerbach

  17. Wem das Leben keine Lasten auflädt, dem wird es selbst zur Last.

    Peter Sirius

  18. Das Volk muß für sein Gesetz kämpfen wie für seine Stadtmauer

    Heraklit von Ephesos

  19. Es gibt nur eine Verpflichtung: glücklich zu sein.

    Denis Diderot

  20. Die größte Kunst ist, den Kindern alles, was sie tun oder lernen sollen, zum Spiel zu machen

    John Locke