413 Sprüche — Seite 5
Nicht alles, was getan werden muss, entspringt Neigung oder persönlichem Vorteil. Pflicht meint jene innere oder äußere Verbindlichkeit, die Handeln fordert, auch wenn es unbequem ist oder keinen unmittelbaren Lohn verspricht. Deshalb gehört dieses Thema zu den ernsten Grundlagen eines verantwortlichen Lebens.
Ihre Würde zeigt sich darin, dass sie den Menschen über bloße Stimmung und Bequemlichkeit hinaushebt. Die Sprüche zu diesem Thema machen deutlich, wie eng Pflicht mit Haltung, Verlässlichkeit und dem Bewusstsein verbunden ist, dass Freiheit ohne Bindung leicht ins Beliebige kippt.
Der Steuerzahler erhält buchstäblich nichts dafür, dass er sein Leben in tatsächlicher Sklaverei verbringt, um die Regierung zu erhalten.
— Sir Arthur Conan Doyle
Die Flitterwochen sind vorüber, wenn der Mann nicht mehr beim Geschirrspülen hilft, sondern es alleine macht
In einem geordneten Staatswesen braucht man nicht fortwährend von der Verpflichtung des Einzelnen gegenüber dem Staat zu sprechen.
— Bertolt Brecht
Mit Ausdauer kam auch die Schnecke noch in die Arche.
Sei, wer du sein sollst, und tue das Deine! So wird dich das Glück, das gute Schicksal, ungestört finden.
— Johann Gottfried Herder
Der Schöpfer, der den Menschen zwingt, Nahrung aufzunehmen, um zu leben, ladet ihn durch Appetit dazu ein und belohnt ihn durch den Genuß.
— Jean Anthelme Brillat-Savarin
Man soll sein Zeug nicht an e i n e n Nagel hängen.
Wir haben nicht das Geld, also müssen wir denken!
— Ernest Rutherford
Vorhandenes Vermögen soll man betrachten als eine Schutzmauer gegen die vielen möglichen Übel und Unfälle, nicht als eine Erlaubnis oder gar Verpflichtung, die Plaisiers der Welt heranzuschaffen.
— Arthur Schopenhauer
Geld ausgeben ist Sünde, wenn keine unbedingte Notwendigkeit dazu besteht.
— Leo Tolstoi
Demokratie ist die Notwendigkeit, sich gelegentlich den Ansichten anderer Leute zu beugen.
— Winston Churchill
Das Wort "Familienbande" hat einen Beigeschmack von Wahrheit.
— Karl Krauß
Willst du deine Arbeit so verrichten, wie Gott sie verlangt, dann verrichte sie aus Liebe
— Vinzenz von Paul
Essen ist ein Bejdürfnis, geniessen eine Kunst
— François de la Rochefoucauld
Des Lebens Mühe lernt uns allein des Lebens Güter zu schätzen.
— Johann Wolfgang von Goethe
Jeder Mensch ist ein Sklave der Notwendigkeit, aber der Sklave, der sich dessen bewusst ist, ist weit überlegen
— Simone Weil
Ob noch so schwer des Lebens Bürde, vergiss nie deine Menschenwürde.
Wenn man von den Leuten Pflichten fordert und ihnen keine Rechte zugestehen will, muss man sie gut bezahlen.
— Johann Wolfgang von Goethe
Zwang ist ein Übel; aber es besteht kein Zwang, unter Zwang zu leben.
— Epikur
Freundlichkeit verpflichtet mehr als eine Anleihe