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Sprüche über Pflicht

446 Sprüche — Seite 7

Nicht alles, was getan werden muss, entspringt Neigung oder persönlichem Vorteil. Pflicht meint jene innere oder äußere Verbindlichkeit, die Handeln fordert, auch wenn es unbequem ist oder keinen unmittelbaren Lohn verspricht. Deshalb gehört dieses Thema zu den ernsten Grundlagen eines verantwortlichen Lebens.

Ihre Würde zeigt sich darin, dass sie den Menschen über bloße Stimmung und Bequemlichkeit hinaushebt. Die Sprüche zu diesem Thema machen deutlich, wie eng Pflicht mit Haltung, Verlässlichkeit und dem Bewusstsein verbunden ist, dass Freiheit ohne Bindung leicht ins Beliebige kippt.

  1. Hartnäckige Übellaunigkeit ist ein allzu klares Symptom dafür, dass ein Mensch gegen seine Bestimmung lebt.

    José Ortega y Gasset

  2. Ich schlief und träumte, das Leben wäre Freude, ich erwachte und sah, das Leben war Pflicht; ich handelte - und siehe: Die Pflicht war Freude.

    Rabindranath Tagore

  3. Die Wahrheit richtet sich nicht nach uns, sondern wir müssen uns nach der Wahrheit richten.

    Matthias Claudius

  4. Ich glaube herausgefunden zu haben, wofür die Woche gut ist: Nämlich, um sich von den langweiligen Sonntagen zu erholen.

    Mark Twain

  5. Ach der Tugend schöne Werke, gerne möcht ich sie erwischen, doch ich merke, doch ich merke, immer kommt mir was dazwischen

    Wilhelm Busch

  6. Wer sich den Gesetzen nicht fügen will, muss die Gegend verlassen, wo sie gelten.

    Johann Wolfgang von Goethe

  7. Man sieht erst ein, was der Mensch zu leisten im Stande ist, wenn zu allem, was bloß das Pflichtgefühl in Anspruch nimmt, noch eine Lieblingsbeschäftigung winkt, nach welcher er die sehnlichsten Blick …

    Ida Hahn - Hahn

  8. Es gilt, sein Leben lang zu arbeiten, zu kämpfen und jeden Tag neu zu beginnen. Man muss nicht nur mit anderen Geduld haben, sondern auch mit sich selbst.

    Franz von Sales

  9. Was wir am nötigsten brauchen, ist ein Mensch, der uns zwingt, das zu tun, das wir können.

    Ralph Waldo Emerson

  10. Alles gut tun, was man nach seinem Beruf zu tun verpflichtet ist – das ist die wahre und gründliche Heiligkeit

    Vinzenz von Paul

  11. Wisset, dass dieses Leben ein Elend ist und keine Seligkeit.

    Ulrich Zwingli

  12. Je mehr der Mensch für sich wirkt, desto mehr bildet er sich für die Gemeinschaft. Je größer die Gemeinschaft und der Zwang, desto leichter wird er zum billigen Werkzeug.

    Wilhelm von Humboldt

  13. Alles was ich heute tue, ist wichtig, gebe ich doch einen ganzen Tag meines Lebens dafür.

    George Bernard Shaw

  14. Der Gegensatz zur Pflicht ist nicht die Pflichtlosigkeit, sondern die Verantwortung.

    Johann Heinrich Pestalozzi

  15. Der Mensch lebt durch die Liebe der Vorfahren in Pflicht für die Nachkommen, nicht von seinem Verdienst, sondern nach seinem Gewissen.

    Carl Friedrich Paul Ernst

  16. Der Bürokrat tut seine Pflicht von 8 bis 2, mehr tut er nicht.

  17. Gastfreundschaft ist die Tugend, welche uns veranlasst, gewissen Menschen Nahrung und Obdach zu geben, die beides nicht nötig haben.

    Ambrose Bierce

  18. Die Regierung, sogar die beste, ist nichts anderes als ein notwendiges Übel, die schlechteste ist unerträglich

    Thomas Paine

  19. Arbeitsplätze schaffen ist die vornehmste Verpflichtung eines Unternehmens gegenüber der Gemeinschaft.

    Walter Scheel

  20. Da man in das Leben sich hat fügen müssen, wieviel leichter sollte man sich in den Tod fügen können.

    Wilhelm Raabe