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Sprüche über Trost

263 Sprüche — Seite 2

Wenn Schmerz nicht weggenommen werden kann, wird Trost zu einer stillen Form von Begleitung. Er besteht nicht in schnellen Lösungen, sondern in Gegenwart, Verstehen und der Kraft, dem Leid einen menschlichen Raum zu geben. Deshalb gehört dieses Thema zu den zartesten und zugleich wichtigsten Erfahrungen des Zusammenlebens.

Seine Wirkung liegt darin, dass Trost die Last nicht leugnet und doch erträglicher machen kann. Die Sprüche zu diesem Thema sprechen von Zuspruch, Nähe und leiser Hoffnung und zeigen, wie viel Heilung in einem behutsamen Wort liegen kann.

  1. Trost gibt der Himmel, von dem Menschen erwartet man Beistand.

    Ludwig Börne

  2. Es ist schwerer, eine Träne zu stillen, als tausend zu vergiessen.

  3. So tönt kein Lied in kummervollen Stunden, als wenn der Freund das rechte Wort gefunden.

    Nikolaus Lenau

  4. Es ist mehr wert, eine Träne zu trocknen, als tausend zum Fließen zu bringen.

    Ernst Wiechert

  5. Jedes Sprichwort, jedes Buch, jedes kleine Wörtchen, das dir zur Hilfe und Trost bestimmt ist, wird auf geraden oder verschlungenen Wegen zu dir gelangen.

    Ralph Waldo Emerson

  6. Lesen weitet die Seele, und ein guter Freund tröstet sie

    Voltaire

  7. Weinen öffnet die Lungen, wäscht das Antlitz, ist eine gute Übung für die Augen und besänftigt. Also weine ruhig

    Charles John Huffam Dickens

  8. Was auch kommen mag, sei ohne Sorgen! Nach jeder Nacht kommt ein neuer Morgen. In jedes Dunkel kommt mal ein Licht, das hell und strahlend durch Wolken bricht.

  9. Hoffnung ist ein Geschenk. Sie kommt wie der junge Morgen nach einer langen Nacht. Sie kommt dann, wenn du die Augen wieder aufschlägst und erstaunt feststellst: Es geht ja weiter!

    Rainer Haak

  10. Man lebt zweimal: das erste Mal in der Wirklichkeit, das zweite Mal in der Erinnerung.

    Honoré de Balzac

  11. Alles, was schön ist, bleibt auch schön, auch wenn es welkt. Und unsere Liebe bleibt Liebe, auch wenn wir sterben.

    Maxim Gorki

  12. Die Schutzengel unseres Lebens fliegen manchmal so hoch, dass wir sie nicht sehen können, doch verlieren sie uns nie aus den Augen.

    Jean Paul

  13. Es gibt viel Trauriges in der Welt und viel Schönes. Manchmal scheint das Traurige mehr Gewalt zu haben, als man ertragen kann, dann stärkt sich indessen leise das Schöne und berührt wieder unsere …

    Hugo von Hofmannsthal

  14. Unsere Toten sind nicht abwesend sondern nur unsichtbar. Sie schauen mit ihren Augen voller Licht in unsere Augen voller Trauer.

    Augustinus

  15. Das einzig Wichtige im Leben sind Spuren von Liebe, die wir hinterlassen, wenn wir ungefragt weggehen und Abschied nehmen müssen.

    Albert Schweitzer

  16. Laß warm und hell die Kerzen heute flammen, die Du in unsere Dunkelheit gebracht, führ, wenn es sein kann, wieder uns zusammen! Wir wissen es, Dein Licht scheint in der Nacht.

    Dietrich Bonhoeffer

  17. Nichts ist gewisser als der Tod, nichts ist ungewisser als seine Stunde.

    Anselm von Canterbury

  18. Der Herr ist bei mir, ich fürchte mich nicht.

  19. Die größten Menschen sind jene, die anderen Hoffnung geben können.

    Jean Jaurès

  20. Mache, dass ich danach trachte zu trösten, statt getröstet zu werden, zu verstehen, statt verstanden zu werden, zu lieben, statt geliebt zu werden. Denn wir können nur empfangen, wenn wir geben.

    Franz von Assisi