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Sprüche über Vergangenheit

257 Sprüche — Seite 12

Nichts, was gelebt wurde, verschwindet ganz spurlos. Die Vergangenheit bleibt in Erinnerungen, Entscheidungen, Verlusten und Prägungen wirksam und begleitet das Gegenwärtige oft stärker, als auf den ersten Blick sichtbar ist. Deshalb gehört dieses Thema zu den grundlegenden Dimensionen menschlicher Selbstdeutung.

Wer zurückblickt, sucht nicht nur Tatsachen, sondern auch Zusammenhang und Sinn. Vergangenheit kann belasten, trösten oder klären und fordert dazu auf, zwischen Festhalten und Loslassen das rechte Maß zu finden.

  1. Viel Obst ist ungesund; wir kauen alle dran, was eines Apfels Kost für Leid uns angetan.

    Friedrich von Logau

  2. Kein großer Mensch hinterlässt uns von sich ein verschwommenes Bild, sondern ein scharfes und sehr bestimmtes.

    André Gide

  3. Bücher sind nicht Denkmäler der Vergangenheit, sondern Waffe der Gegenwart.

    Heinrich Laube

  4. Ihr werdet es nie begreifen, wie die Geschichte der Väter in unser Leben eingreift zum Heil und Unheil

    Max von Eyth

  5. Lasst die anderen von vergangenen Zeiten schwärmen. Ich bin froh, in diesen Zeiten zu leben!

    Ovid

  6. Die Tage der Vergangenheit überdecken allmählich alle, die auch ihnen noch vorausgegangen sind, und werden ihrerseits wiederum unter denen begraben, welche auf sie folgen.

    Marcel Proust

  7. Jede Zufluchtsstätte der Vergangenheit ist ein Gefängnis.

    Stanislaw Brzozowski

  8. Die Dankbarkeit ist die Tugend der Nachwelt

    Friedrich Vischer

  9. Man behält immer die Spuren seiner Abstammung

    Ernest Renan

  10. Über die Vergangenheit können wir heulen; ändern können wir sie nicht!

    Nikolaus B. Enkelmann

  11. Die Geschichte ist aus den schlechten Handlungen ausserordentlicher Menschen zusammengesetzt

    Thomas Babington Macaulay

  12. Kein Mensch, der über die Vergangenheit genau Bescheid weiß, wird die Gegenwart düster oder verzagt sehen.

    Thomas Babington Macaulay

  13. Zukunft ist etwas, was die meisten erst lieben, wenn es Vergangenheit geworden ist.

    Herman Melville

  14. Wenn wir nur verstünden, dass die Grundauffassungen unserer Vorfahren den Gerichtshof für unser Leben bilden!

    Maurice Barrès

  15. Selbst Kleider aus guten Perioden des Lebens sollten nicht verwahrt werden, denn man soll in altes Glück nicht zurück kriechen. Es ist somit Kraftvergeudung, alte Kleider zu tragen, sich mit seinen ei …

    Prentice Mulford

  16. Täglich mit frischen Augen die Dinge betrachten lernen, täglich die Pläne, Ansichten und Ziele des gestrigen Tages überflügeln.

    Prentice Mulford

  17. Wer sich hermetisch in gegenwärtiges oder vergangenes Glück einschließt, wird auch an ihm alt und grau.

    Prentice Mulford

  18. Keine Wunde ist in mir so vernarbt, dass ich sie ganz vergessen könnte

    Francesco Petrarca

  19. Man kann sich Vergangenes oder Zukünftiges wünschen; aber man muss das Gegenwärtige nutzen.

    Francesco Petrarca

  20. Nur allzuoft ist eine unglückliche Kindheit die Einleitung und das Anzeichen einer verderblichen, frühzeitigen Reife.

    Alexandre Vinet