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Sprüche über Vergangenheit

257 Sprüche — Seite 5

Nichts, was gelebt wurde, verschwindet ganz spurlos. Die Vergangenheit bleibt in Erinnerungen, Entscheidungen, Verlusten und Prägungen wirksam und begleitet das Gegenwärtige oft stärker, als auf den ersten Blick sichtbar ist. Deshalb gehört dieses Thema zu den grundlegenden Dimensionen menschlicher Selbstdeutung.

Wer zurückblickt, sucht nicht nur Tatsachen, sondern auch Zusammenhang und Sinn. Vergangenheit kann belasten, trösten oder klären und fordert dazu auf, zwischen Festhalten und Loslassen das rechte Maß zu finden.

  1. Die Bücher der Alten sind für die Autoren, die neuen für die Leser geschrieben.

    Charles-Louis de Montesquieu

  2. Körper und Stimme leiht die Schrift dem stummen Gedanken, durch der Jahrhunderte Strom trägt ihn das redende Blatt.

    Friedrich von Schiller

  3. Je weiter man zurückblicken kann, desto weiter wird man vorausschauen.

    Winston Churchill

  4. Die Geschichte ist eine Fortsetzung der Zoologie

    Arthur Schopenhauer

  5. Die meisten Menschen wären empört, würde man ihnen sagen, ihr Vater sei ein Gauner gewesen. Sie wären jedoch eher stolz, wenn sie erführen, dass ihr Urgroßvater ein Seeräuber war.

    Johann Peter Hebel

  6. Wir werden nicht durch die Erinnerung an unsere Vergangenheit weise, sondern durch die Verantwortung für unsere Zukunft.

    George Bernard Shaw

  7. Die Zeit kommt aus der Zukunft, die nicht existiert, in die Gegenwart, die keine Dauer hat, und geht in die Vergangenheit, die aufgehört hat zu bestehen.

    Augustinus

  8. Über der Pforte der antiken Welt stand geschrieben: Erkenne Dich selbst. Über der Pforte unserer neuen Welt sollte geschrieben stehen: Sei du selbst!

    Oscar Wilde

  9. Wer glaubt, dass man seine Vergangenheit nicht ändern kann, hat noch keine Memoiren geschrieben.

  10. Wer sich nicht auf der Schwelle des Augenblicks, alle Vergangenheiten vergessend, niederlassen kann, wer nicht auf einem Punkte wie eine Siegesgöttin ohne Schwindel und Furcht zu stehen vermag, der w …

    Friedrich Nietzsche

  11. Wenn der Mensch zu seinem Leid von heute nicht immer auch sein Leid von gestern und sein Leid von morgen hinzurechnete, so wäre jedes Schicksal erträglich.

    Rupert Johann Hammerling

  12. Ein Volk, das keine Vergangenheit haben will, verdient auch keine Zukunft.

    Friedrich Wilhelm Heinrich Alexander von Humboldt

  13. Wer eine Witwe ins Bett kriegt, kriegt den toten Mann ins Haus.

  14. Ein ehrlicher Mensch ist in Gottes Augen für die menschliche Gesellschaft wertvoller als alle gekrönten Raufbolde, die je gelebt haben.

    Thomas Paine

  15. Frühere Zeiten hält man immer für die besseren.

    Achim von Arnim

  16. Der heutige Mensch lacht über den Unverstand der Vorfahren und beginnt mit stolzem Selbstvertrauen eine Reihe von neuen Verwirrungen, über die dann wieder die Nachkommen lachen werden.

    Nikolai Wassiljewitsch Gogol

  17. Das Gesetz der Geschichte lautet: Steh auf, damit ich mich setzen kann. -

    Charles de Talleyrand

  18. Das Leben besteht aus zwei Teilen: die Vergangenheit - ein Traum; die Zukunft - ein Wunsch.

  19. Geizige Leute sind unangenehme Zeitgenossen, aber sehr angenehme Vorfahren.

  20. Die Geschichte ist eine ewige Wiederholung.

    Thukydides