904 Sprüche — Seite 14
Wer ohne Richtung lebt, bewegt sich oft viel und kommt doch selten dort an, wo das Eigene Gestalt gewinnt. Ziele bündeln Wunsch, Wille und Entscheidung zu einer Kraft, die dem Alltag Ordnung und dem Handeln Bedeutung verleiht. Darum gehören sie zu den stillen Motoren eines erfüllten Lebens.
Nicht erst das Erreichen macht sie wertvoll, sondern schon die Klarheit, die sie auf dem Weg schaffen. Die Sprüche zu diesem Thema zeigen, wie eng Hoffnung, Disziplin und Ausdauer zusammenhängen und warum ein fernes Ziel oft schon dadurch wirksam wird, dass es den nächsten Schritt bestimmt.
Mit nur einer Hand lässt sich kein Knoten knüpfen
Durch Gefahren setzt ein großes Herz sich durch
— Jean Racine
Der Erfolg ist eine Folgeerscheinung. Niemals darf er zum Ziel werden.
— Gustave Flaubert
Man sagt wohl: Was ein Häkchen werden will, krümmt sich beizeiten. Ich aber sage: Was ein Mastbaum werden will, streckt sich früh.
— Otto von Bismarck
Man liebt viel stärker, wenn man eine Freude zu machen vorhat, als eine Stunde darauf, wenn man sie gemacht hat.
— Jean Paul
Mediziner kann nur derjenige genannt werden, der als den letzten Zweck seines Strebens das Heilen betrachtet.
— Rudolf Virchow
In einer Welt, die allem fragwürdig geworden ist, suchen wir philosophierend die Richtung zu halten, ohne das Ziel zu kennen.
— Karl Theodor Jaspers
Es gibt nichts Schwierigeres, als mit dem Rauchen aufzuhören: Selbst wenn ich wollte, würde ich es nicht schaffen.
— Rudyard Kipling
Die Vorsehung wirkt ihre höchsten Ziele durch scheinbare Zufälle.
— John Henry Newman
Die Menschen fangen erst mit Fehlern an, bevor sie sich bessern können.
Alles was du in deinem Leben erreichst oder nicht erreichst, ist das direkte Resultat, deiner Gedanken.
— James Allen
Ein Pfad, dem nur wenige folgen, führt zu höherem als eine Straße, die Tausende gehen.
— Thomas Edward Lawrence
Höhepunkt des Glücks ist es, wenn der Mensch bereit ist, das zu sein, was er ist.
— Erasmus von Rotterdam
Es ist ein Tasten in der Welt, als wären wir alle abgestürzt und suchten in der Finsternis nach irgendeinem Stützpunkt zum Aufschwung.
— Carl Ludwig Schleich
Ja, wer vom Schicksal ausersehen zu einem sturmbewegten Leben, dem darf kein Weib zur Seite stehn in seinem Kämpfen, seinem Streben
— Alexander Puschkin
Der Mensch ist nicht eher glücklich, als bis sein unbedingtes Streben sich selbst seine Begrenzung bestimmt.
— Johann Wolfgang von Goethe
Zum Handeln gehört wesentlich Charakter, und ein Mensch von Charakter ist ein anständiger Mensch, der als solcher bestimmte Ziele vor Augen hat und diese mit Festigkeit verfolgt.
— Georg Friedrich Wilhelm Hegel
Das Wesentliche ist nicht "gesiegt", sondern sich wacker geschlagen zu haben.
— Pierre Baron de Coubertin
Der Mensch ist für eine freie Existenz gemacht, und sein innerstes Wesen sehnt sich nach dem Vollkommenen, Ewigen und Unendlichen als seinem Ursprung und Ziel.
— Matthias Claudius
Eine wissenschaftliche Entdeckung ist nie die Arbeit von nur einer Person.
— Louis Pasteur