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Sprüche über Ziele

892 Sprüche — Seite 19

Wer ohne Richtung lebt, bewegt sich oft viel und kommt doch selten dort an, wo das Eigene Gestalt gewinnt. Ziele bündeln Wunsch, Wille und Entscheidung zu einer Kraft, die dem Alltag Ordnung und dem Handeln Bedeutung verleiht. Darum gehören sie zu den stillen Motoren eines erfüllten Lebens.

Nicht erst das Erreichen macht sie wertvoll, sondern schon die Klarheit, die sie auf dem Weg schaffen. Die Sprüche zu diesem Thema zeigen, wie eng Hoffnung, Disziplin und Ausdauer zusammenhängen und warum ein fernes Ziel oft schon dadurch wirksam wird, dass es den nächsten Schritt bestimmt.

  1. Man überschätzt, was man in kurzer Zeit erreichen kann, man unterschätzt, was man in langer Zeit erreichen kann.

  2. Wenn der Mensch sich etwas vornimmt, so ist ihm mehr möglich als man glaubt.

    — Johann Heinrich Pestalozzi

  3. Diese Welt ist nur eine Brücke. Gehe darüber, aber baue dein Haus nicht darauf.

  4. In unserer Zeit haben nur die Großes erreicht, die für knauserig gehalten wurden.

    — Nicolaus Machiavelli

  5. Liebhaben von Mensch zu Mensch: das ist vielleicht das Schwerste, was und aufgegeben ist, das Äußerste, die letzte Probe und Prüfung, für die alle andere Arbeit nur Vorbereitung ist.

    — Rainer Maria Rilke

  6. Ehrgeiz ist Habsucht auf Stelzen und maskiert.

    — Walter Savage Landor

  7. Nirgends klingen falsche Musik und krumme Töne besser, als wenn es gegen einen gemeinsamen Feind geht.

    — Friedrich Nietzsche

  8. Es gibt kein Vergangenes, das man zurücksehen darf, es gibt nur ein ewig Neues, das sich aus den erweiterten Elementen der Vergangenheit gestaltet, und die echte Sehnsucht muss stets produktiv sein, e …

    — Giordano Bruno

  9. Stein auf Stein mit Vorbedacht, gibt zuletzt auch ein Gebäude.

    — Johann Wolfgang von Goethe

  10. Der selbstbewußte Mensch konzentriert sich auf seine Aufgaben und Ziele.

    — Nikolaus B. Enkelmann

  11. Es ist gewiss, dass keine Musik komponiert, kein Gemälde gemalt und kein Gedicht gedichtet würde, wenn nicht der Trieb, auf andere zu wirken, im Menschen läge

    — Karl Maria von Weber

  12. Das Schicksal ereilt uns oft auf den Wegen, die man eingeschlagen hat, um ihm zu entgehen.

    — Jean de La Fontaine

  13. Wirklich Bedeutsames ereignet sich nur, wenn zuvor jemand ein Risiko eingegangen ist.

  14. Die Vernunft erzählt Geschichte, aber die Leidenschaften drängen zur Tat

    — Antoine de Rivarol

  15. Hindernisse sind diese schrecklichen Sachen, die man sieht, wenn man seinen Blick vom Ziel abwendet.

    — Hannah More

  16. Im Stein wird die Bewegung nicht früher geendet, bis er auf dem Boden liegt. Ebenso tun alle Geschöpfe: Sie suchen ihre natürliche Statt.

    — Eckhart von Hochheim

  17. Wer auf die Wanderschaft gehen will, muss in der Heimat flügge geworden sein.

    — Friedrich Ludwig Jahn

  18. Je schwerer uns etwas fällt, desto größer ist die Freude, wenn es uns gelingt.

  19. Ein Optimist ist ein Kerl, der glaubt, dass das, was er erreichen will, vertagt wurde

    — Kin Hubbard

  20. Das Ziel des Künstlers ist die Erschaffung des Schönen. Was das Schöne ist, ist eine andere Frage

    — James Joyce