Sprüche über Zufriedenheit
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Nicht Überfluss, sondern inneres Einverstandensein entscheidet oft darüber, ob ein Leben als reich empfunden wird. Zufriedenheit ist keine laute Begeisterung, sondern eine stille Form von Ordnung zwischen Wunsch und Wirklichkeit. Gerade deshalb wirkt sie unscheinbar und erweist sich doch als eine der kostbarsten menschlichen Haltungen.
Sie entsteht selten aus Besitz allein, sondern aus Maß, Dankbarkeit und der Fähigkeit, das Wesentliche zu erkennen. Die Sprüche zu diesem Thema zeigen, dass Zufriedenheit weder Stillstand noch Anspruchslosigkeit bedeutet, sondern jene Ruhe, in der das Leben nicht kleiner, sondern klarer erscheint.
Ich singe, wie der Vogel singt, der in den Zweigen wohnet. Das Lied, das aus der Kehle dringt, ist Lohn, der reichlich lohnet.
— Johann Wolfgang von Goethe
Es gibt aber nicht bloß ein Glück, was ich als einzelnes Individuum, sondern auch ein solches, was ich als Staatsbürger und Mitglied einer großen Gesamtheit genieße.
— Johann Peter Eckermann
Befriedigung, die ich nach außen träumte, kam nun von innen selber in mein Dach. Das Leben rächt ja stets, was es versäumte: Ich hole meine Jugendjahre nach.
— Franz Grillparzer
Wer des Glückes teilhaftig werden will, muss zunächst das Tor der Wünsche verschließen.
— Friedrich Georg Jünger
Die Schienbeine und die Hoffnungen soll man nicht zu weit hinausstrecken.
— Epiktet
Wir verschwenden unsere Zufriedenheiten und rechnen wie Geizhälse mit unseren Widerwärtigkeiten.
— Carl Ludwig Schleich
Gesundheit ist weniger ein Zustand als eine Haltung, und sie gedeiht mit der Freude am Leben.
— Thomas von Aquin
Das Glück ist an und für sich Einbildungssache. Um glücklich zu sein muss man sich für glücklich halten.
— Giacomo Casanova
Es ist so leicht, sich behaglichen Genuss zu verschaffen, dass man nur Staunen muß, wie selten er zu finden ist.
— Alexander von Villers
Die Arbeit ist die zuverlässigste Seligkeit der Erde.
— Ernst Wiechert
Das gibt's nicht: Gerade genug Geld. Es gibt nur zweierlei: Kein Geld und nicht genug Geld.
— John Steinbeck
Höhepunkt des Glücks ist es, wenn der Mensch bereit ist, das zu sein, was er ist.
— Erasmus von Rotterdam
Nur wer ein Auge dafür hat, sieht etwas schönes und gutes in jedem Wetter, er findet Schnee, brennende Sonne, Sturm und ruhiges Wetter schön, hat alle Jahreszeiten gern und ist im Grunde damit zu …
— Vincent van Gogh
Wer sich darauf versteht das Leben zu genießen, muss keine Reichtümer anhäufen.
Je mehr wir unsere Kinder lieben, desto weniger kann es uns genügen, dass sie nur in unsere Fußstapfen treten.
— Friedrich Schleiermacher
Keine zwei Menschen gleichen einander, und beide sind froh darüber.
Wohl dem, der, ohne sich mit andern zu vergleichen, den Genuss hin nehmen kann, den die Natur mit der Selbstgemäßheit unzertrennlich verbunden hat!
— Johann Georg Adam Forster
Meine Gesundheit besteht darin, dass ich in meinem gewöhnlichen Zustand nicht gestört werde
— Michel de Montaigne
Schrecklich sind die Anspruchslosen. Die nichts fordern, gewähren auch nichts.
— Peter Hille
Wer am wenigsten des Morgen bedarf, der geht am heitersten dem Morgen entgegen.
— Epikur