Sprüche über Zufriedenheit
772 Sprüche — Seite 11
Nicht Überfluss, sondern inneres Einverstandensein entscheidet oft darüber, ob ein Leben als reich empfunden wird. Zufriedenheit ist keine laute Begeisterung, sondern eine stille Form von Ordnung zwischen Wunsch und Wirklichkeit. Gerade deshalb wirkt sie unscheinbar und erweist sich doch als eine der kostbarsten menschlichen Haltungen.
Sie entsteht selten aus Besitz allein, sondern aus Maß, Dankbarkeit und der Fähigkeit, das Wesentliche zu erkennen. Die Sprüche zu diesem Thema zeigen, dass Zufriedenheit weder Stillstand noch Anspruchslosigkeit bedeutet, sondern jene Ruhe, in der das Leben nicht kleiner, sondern klarer erscheint.
Wir halten oft manchen Menschen wegen seiner Mängel und Fehler für unglücklich, ich aber sage, dass derjenige der unglücklichste Mensch ist, welchem kein Mensch gefällt
— Abraham a Sancta Clara
Der unzufriedene Mensch findet keinen bequemen Stuhl.
— Jonathan Swift
Der Mensch liebt die Gesellschaft - und sollte es nur die eines brennenden Kerzchens sein
— Georg Christoph Lichtenberg
Auch wenn es Frauen gut geht, haben sie doch wenigstens Migräne.
Wem nicht wenig genügt, den macht kein Reichtum satt.
— Christoph Martin Wieland
Keinen verderben zu lassen, auch nicht sich selber, jeden mit Glück erfüllen, auch sich. Das ist gut.
— Bertolt Brecht
Die Ruhe ist die natürliche Stimmung eines wohl geregelten, mit sich einigen Herzens.
— Wilhelm von Humboldt
Einer rechten Mutterliebe ist auch ein fünfzigjähriges Opferleben noch eine Freude und ein Segen.
— Paul Keller
Wenn die Maschinen, die die Menschen so im Lauf der Zeit erfunden haben, nun auch noch funktionierten: was wäre das für ein angenehmes Leben!
— Kurt Tucholsky
Anmut ist ein Ausströmen der inneren Harmonie.
— Marie von Ebner-Eschenbach
Die Unabhängigkeit und Freiheit der Menschen beruht weniger auf der Kraft der Arme als auf der Mäßigung der Herzen. Wer wenig begehrt, hängt von wenigem ab.
— Jean-Jacques Rousseau
Das Maß der Dinge zu finden, ist die feinste Wissenschaft.
— Pindar
Höhepunkt des Glücks ist es, wenn der Mensch bereit ist, das zu sein, was er ist.
— Erasmus von Rotterdam
Ich bin so froh', dass ich keine Rede nicht halten brauch!, sondern das Maul.
— Ludwig Thoma
Das flüchtige Lob, des Tages Ruhm magst du dem Eitlen gönnen; das aber sei dein Heiligtum: vor dir bestehen können!
— Theodor Fontane
Wer sich nicht freut an Kleinigkeiten ist ärmlich dran zu allen Zeiten, er sieht oft, wie Herr Wieland spricht, den Wald vor lauter Bäumen nicht.
— Aloys Blumauer
Lerne, spare, leiste was, dann kannste, haste, biste was.
Das ist's, warum's sich leben läßt trotz alledem auf dieser Erden: Die ganze Welt ist nur ein Nest, doch jedes Nest kann eine Welt Dir werden.
— Paul Johann Ludwig von Heyse
Mühe belohnt mit Stolz und Zufriedenheit
— Else Pannek
Faulheit ist schön. Am schönsten nach getaner Arbeit
— Else Pannek