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Sprüche über Zweifel

319 Sprüche — Seite 6

Zwischen blindem Glauben und sicherem Wissen hat der Zweifel seinen eigentümlichen Platz. Er stört bequeme Gewissheiten, prüft scheinbar Festes und kann dadurch lähmen oder vertiefen. Deshalb gehört dieses Thema zu den produktiven, aber auch belastenden Kräften des Denkens und Fühlens.

Nicht jeder Zweifel ist Schwäche, manche Form davon bewahrt vor Selbsttäuschung und Eitelkeit. Er wird erst dann unerquicklich, wenn Prüfen in endloses Zögern umschlägt und kein Entschluss mehr gewagt wird.

  1. Der Schuldige flieht, auch wenn er nicht verfolgt wird.

    Annette von Droste-Hülshoff

  2. Das Misstrauen ist die Mutter der Sicherheit.

  3. Es gibt zwei gefährliche Abwege: die Vernunft schlechthin abzulegen und außer der Vernunft nichts anzuerkennen

    Blaise Pascal

  4. Nüchtern sein und zweifeln, das ist der Kern der Weisheit.

    Epicharmos

  5. Rechtzeitige und vorsorgliche Angst ist die Mutter der Sicherheit

    Edmund Burke

  6. Es gibt keine Seele, die nicht ihr Wattenmeer hätte, in dem zu Zeiten der Ebbe jedermann spazieren gehen kann.

    Christian Morgenstern

  7. Der Feinde Fehler soll man kennen, aber nicht nennen

  8. Der Mensch ist von Natur aus ehrgeizig und misstrauisch und weiß sich im Glück nicht zu mäßigen.

    Nicolaus Machiavelli

  9. Denn niemand geht mit derselben Sicherheit an die Tat, mit welcher der Rat kommt, sondern Zuversicht herrscht beim Rat, Zaghaftigkeit und Halbheit bei der Tat.

    Thukydides

  10. Verzweiflung ist nicht nur der Gipfel unseres Unglücks, sondern auch unserer Schwäche

    Marquis de Vauvenargues

  11. Zweifeln ist Suchen, nicht Ratlosigkeit.

    Johann Heinrich Pestalozzi

  12. Der Zweifel ist das Wartezimmer der Erkenntnis.

  13. Bringen Hufeisen wirklich Glück? Ich bezweifle es - ich habe schon viele unglückliche Pferde gesehen.

    Pearl S. Buck

  14. Wenn man schon fallen muss, muss man der Gefahr entgegenlaufen.

    Tacitus

  15. Probleme kann man niemals mit der selben Denkweise lösen, durch die sie entstanden sind

    Albert Einstein

  16. Es gibt ein Ziel, aber keinen Weg. Das, was wir Weg nennen, ist Zögern

    Franz Kafka

  17. Gewisse Stubenhocker sind gewohnt, alles zu bezweifeln, weil sie nichts sehen

    Honoré de Balzac

  18. Das Leid ist das schnellste Pferd zur Vollkommenheit.

    Eckhart von Hochheim

  19. Wer der Frau glaubt, betrügt sich, wer ihr nicht glaubt, wird betrogen

  20. Beneide niemanden, denn du weißt nicht, ob der Beneidete im stillen nicht etwas verbirgt, was du bei einem Tausche nicht übernehmen möchtest.

    August Strindberg