Sprüche über Autorität
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Nicht jede Autorität gründet auf Rang, Amt oder Macht. Wirklich anerkannt wird nur, wer Haltung, Urteilskraft und Verlässlichkeit ausstrahlt und dadurch Vertrauen gewinnt, statt Gehorsam nur zu erzwingen. Deshalb ist dieses Thema eng mit Charakter, Verantwortung und der Frage nach legitimer Führung verbunden.
Ihre Bewährung liegt darin, dass sie ordnet, ohne zu demütigen, und leitet, ohne sich selbst zu vergötzen. Die Sprüche zu diesem Thema zeigen, wie Autorität aus innerer Stärke erwachsen kann und wann sie in bloße Herrschsucht kippt.
Das ist der größte Vorwurf an die Deutschen: Dass sie trotz ihrer Intelligenz und trotz ihres Mutes immer die Macht anhimmeln.
— Winston Churchill
Vermögen und Ehre sind die beiden Dinge, deren Verletzung die Menschen am meisten kränkt.
— Nicolaus Machiavelli
Wer die anderen neben sich klein macht, ist nie groß.
— Johann Gottfried Seume
Gerade Leute ohne Takt wollen ihn oft angeben.
— Peter Sirius
Es ist mir nie gelungen zu verstehen, wie ein verstandesbegabter Mensch aus der Ausübung von Macht über andere sein Glück beziehen kann.
— Thomas Jefferson
Der Mann ist ein wilder Fluß, die Frau ein stiller See.
So schlecht es ist, jemand zu seinem Unglücke, so unweise ist es, einen Menschen zu seinem Glücke zwingen zu wollen.
— Georg Ebers
Zeigt mir einen Mann der Gewalttat, mit dem es ein gutes Ende genommen hat, und ich will ihn zu meinem Lehrer machen.
— Laotse
Bei schlechten Beamten helfen selbst die besten Gesetze nichts.
— Otto von Bismarck
Der Katholik muß die Entscheidung, die man ihm gibt, annehmen. Der Protestant muß lernen, sich selbst zu entscheiden.
— Jean-Jacques Rousseau
Ein rechter Mann hat zwei Gesichter, die er hält, das eine auf sein Haus, das andre auf die Welt. Das freundliche Gesicht, das wendet er ins Haus, das ernste aber kehrt er in die Welt hinaus.
— Friedrich Rückert
Manche Menschen gelten nur deshalb etwas in der Welt, weil ihre Fehler die Fehler der Gesellschaft sind.
— François de la Rochefoucauld
Als Gott die Welt erschuf, da schuf er den Mann und das Weib, nicht Herrn und Knecht, nicht Juden und Christen, nicht Arme und Reiche.
— Ludwig Börne
Wer ein Volk regiert, indem er gute Beispiele gibt, ist wie der Polarstern, der unbeweglich bleibt, während alle anderen sich um ihn drehen
— Konfuzius
Wer nicht hart genug ist, dem Leben seine Bedingungen aufzuprägen, der muss die Bedingungen hinnehmen, die es ihm bietet.
— George Eliot
Zweierlei lass dir gesagt sein, willst du stets in Weisheit wandeln und von Torheit nie geplagt sein: Lass das Glück nie deine Herrin, nie das Unglück deine Magd sein!
— Friedrich von Bodenstedt
Man muss die Leute an ihren Einfluss glauben lassen – Hauptsache ist, dass sie keinen haben
— Ludwig Thoma
Den Vater kennt man an dem Kind, den Herrn an seinem Hausgesind.
Wenn du ein Kind mit der Rechten züchtigst, zieh es mit der Linken an dein Herz.
Bedenke, dass Du nur Schaupieler bist in einem Stücke, das der Spielleiter bestimmt.
— Epiktet