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Sprüche über Entscheidung

721 Sprüche — Seite 35

Zwischen Möglichkeit und Wirklichkeit steht oft nur ein einziger Moment der Entscheidung. In ihm verdichtet sich, was ein Mensch will, wovor er zurückschreckt und wofür er Verantwortung übernimmt. Darum gehört dieses Thema zu den entscheidenden Prüfsteinen von Charakter, Reife und innerer Klarheit.

Nicht jede Wahl ist laut oder sichtbar, doch jede hinterlässt eine Richtung im Leben. Die Sprüche zu diesem Thema zeigen, wie eng Freiheit und Folgen miteinander verbunden sind und warum Zögern ebenso prägend sein kann wie Handeln, wenn es darum geht, den eigenen Weg zu bestimmen.

  1. Der beste Rat bleibt immer Stück- oder Flickwerk: wer sich nicht selber raten kann, dem ist nicht zu helfen.

    Johann Jakob Wilhelm Heinse

  2. Es gibt nur einen Ausweg, wenn man einmal in ein Labyrinth geraten ist, das ist der Wille.

    Fanny Lewald

  3. Es ist nicht jeder Mensch geboren, frei zu sein, denn es gibt Personen, die vortrefflich sind, wenn sie dienen und gehorchen müssen und unbrauchbar, wie sie in freier Selbstbestimmung handeln sollen …

    Fanny Lewald

  4. Loslassen: Etwas niederlegen können, ohne es als Niederlage betrachten zu müssen.

    Henriette Wilhelmine Hanke

  5. Fasse den Mut,das Schicksal am Kragen zu packen, und ein Leben aus ihm heraus zu schütteln.

    Louisa May Alcott

  6. Um etwas desto gewisser zu gewinnen, muss man stets ein Anderes aufgeben

    Karoline Friederike Louise M. von Günderrode

  7. Man kann auf dem richtigen Weg sein, aber nicht der richtige Mensch für diesen Weg.

  8. Glaubt mir, die Welt wird Euch nichts schenken. Wenn Ihr ein Leben wollt - so stehlt es!

    Lou Andreas-Salomé

  9. Die Tür, die niemand sonst öffnen will, scheint immer weit aufzuspringen für mich.

    Clara Barton

  10. Das Herz ist die große Uhr, die auf Wohl und Wehe zeigt.

    Rahel Varnhagen von Ense

  11. Die wirkliche Freiheit besteht in der Vereinigung mit der Notwendigkeit. Die Aufgabe besteht darin, die richtige Notwendigkeit zu wählen

    Friedrich Wilhelm Josef Ritter von Schelling

  12. Weisheit spannt den Willen ab und lässt ihn doch noch stark genug für das Rechte.

    August Pauly

  13. Jedes Volk, das in Knechtschaft liegt, hat an den Netzen, die es umfangen, selber mitgestrickt.

    August Pauly

  14. Wenn die Menschen sich ihre Köpfe selbst heraussuchen dürften, bekämen die meisten keine Gescheiteren.

    August Pauly

  15. Es ist ein gesegneter Augenblick, in welchem der Mensch seine eigene Dummheit begreift.

    August Pauly

  16. Meinungen und Wille von Toren sollen dem Vernünftigen wie Glas sein, das an dem Eisen seiner Entschlüsse zersplittert.

    August Pauly

  17. Denk zweimal darüber nach, ehe du etwas Entscheidendes tust

    Charlotte Bronté

  18. Ich vermeide es, nach vorn oder zurück zu schauen. Ich versuche einfach hoch zu schauen.

    Charlotte Bronté

  19. Freie Selbstbestimmung ist das königliche Vorrecht des Geistes.

    Friedrich Paulsen

  20. Dunkel und verhüllt sind die Endzwecke des Schicksals und doch befördern wir täglich durch unser Tun und Denken – wenn auch scheinbar das Gegenteil – den geheimen Gang desselben.

    Heinrich Martin