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Sprüche über Entscheidung

721 Sprüche — Seite 10

Zwischen Möglichkeit und Wirklichkeit steht oft nur ein einziger Moment der Entscheidung. In ihm verdichtet sich, was ein Mensch will, wovor er zurückschreckt und wofür er Verantwortung übernimmt. Darum gehört dieses Thema zu den entscheidenden Prüfsteinen von Charakter, Reife und innerer Klarheit.

Nicht jede Wahl ist laut oder sichtbar, doch jede hinterlässt eine Richtung im Leben. Die Sprüche zu diesem Thema zeigen, wie eng Freiheit und Folgen miteinander verbunden sind und warum Zögern ebenso prägend sein kann wie Handeln, wenn es darum geht, den eigenen Weg zu bestimmen.

  1. Das Argument gleicht dem Schuss einer Armbrust - es ist gleichermaßen wirksam, ob ein Riese oder ein Zwerg geschossen hat.

    Francis Bacon

  2. Glück ist nur ein Teil der Gleichung. Am Ende sind wir die Summe unserer Entscheidungen

    Sören Kierkegaard

  3. Ein Idealist ist ein Mann, der aus der Tatsache, dass die Rose besser riecht als der Kohl, darauf schließt, eine Suppe aus Rosen müsse auch besser schmecken.

    Ernest Miller Hemingway

  4. Gewohnheit heißt die große Lenkerin des Lebens. Daher sollen wir uns auf alle Weise erstreben, gute Gewohnheiten einzuimpfen

    Francis Bacon

  5. Die eigentliche Gussform des Glücks liegt für jeden Menschen in der eigenen Hand

    Francis Bacon

  6. Wer nichts tut, kann nichts verändern.

    Wilhelm Hasenclever

  7. Nur der erste Schritt macht Schwierigkeiten.

    Edward Gibbon

  8. Höher steht gerades Scheitern als krummer Sieg.

    Sophokles

  9. Leben ist aussuchen. Und man suche sich das aus, was einem erreichbar und adäquat ist, und an allem anderen gehe man vorüber.

    Kurt Tucholsky

  10. Die Menschen, wenn sie dich um Rat fragen, sind gewöhnlich schon entschlossen zu tun, was ihnen gefällt.

    Adolph Freiherr von Knigge

  11. Bei allen Handlungen beständig auf fremde Urteile Rücksicht nehmen ist das Gift unserer Ruhe

    Jean Paul

  12. Wie viele Male schaut der Wille durch's Fenster, ehe die Tat durch's Tor geht.

    Erasmus von Rotterdam

  13. Die zweitwichtigste Kunst nach der Fähigkeit, Gelegenheiten zu ergreifen, ist zu wissen, wann ein Vorteil ungenutzt bleiben muss.

    Benjamin Disraeli

  14. Der Friede ist kein Naturprodukt; er wächst aus menschlichem Handeln.

    Gustav Walter Heinemann

  15. Angesichts von Hindernissen mag die kürzeste Linie zwischen zwei Punkten die krumme sein.

    Bertolt Brecht

  16. Die Notwendigkeit zu entscheiden reicht weiter als die Möglichkeit zu erkennen.

    Immanuel Kant

  17. Ein kluger Entschluss reift unverhofft, blitzschnell und ohne Erwägung, doch Dummheiten machen wir allzuoft nach reiflichster Überlegung.

    Oscar Blumenthal

  18. Bevor zum Anfang ein tüchtiger Grund gelegt ist, halte ich es für eitles Bemühen, über das Ende auch nur ein Wort zu verlieren.

    Demosthenes

  19. Bücher haben viel Angenehmes für die, welche die richtigen aussuchen können, aber ohne Schweiß kein Preis.

    Michel de Montaigne

  20. Man soll nie zuschauen, man soll Zeuge sein und mittun und Verantwortung tragen.

    Antoine de Saint-Exupéry