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Sprüche über Faulheit

183 Sprüche — Seite 6

Nicht jeder Aufschub ist harmlos, und nicht jede Bequemlichkeit ohne Folgen. Faulheit bindet Kräfte, verhindert Bewegung und lässt manches liegen, was mit wenig Entschluss längst geordnet wäre. Deshalb gehört dieses Thema nicht nur zur Schwäche des Alltags, sondern auch zur Frage nach innerer Haltung.

Ihr Problem liegt darin, dass sie selten offen auftritt, sondern sich gern als Müdigkeit, Verschiebung oder fehlende Gelegenheit tarnt. Faulheit zeigt, wie leicht der Mensch an Möglichkeiten vorbeileben kann, wenn der erste Schritt immer vertagt wird.

  1. Nichtstun ist besser als mit vieler Mühe nichts schaffen!

    Laotse

  2. Aus Müßigkeit entspringt reines Glück.

    Johann Wolfgang von Goethe

  3. Das Wort Esel, wann es zurückgelesen wird, so heißt es: Lese! Wahr ist es, wann jemand kein unverständiger Esel bleiben will, so muß er die Bücher lesen, sonst wird ihm der Trichter von Nürnberg schle …

    Abraham a Sancta Clara

  4. Blasiertheit: Diese Krankheit ist unter uns weit verbreitet, wo Müßiggang und Überfluß schnell die Sinne abstumpfen und selbst die Jugend in eine Gleichgültigkeit versinken lassen, von der sie nicht …

    Friedrich Melchior Baron von Grimm

  5. Es gibt wirklich sehr viele Menschen, die bloß lesen, damit sie nicht denken dürfen.

    Georg Christoph Lichtenberg

  6. Schaue auf Dich selbst, nicht auf die Sonne, wenn Dein Garten nicht blüht.

  7. Faulenzen macht müde... Arbeit nie...

  8. Zu einer gesunden Entwicklung gehört vor allem eine vernünftige Abhärtung, denn die Verweichlichung bewirkt Schlaffheit und Untätigkeit.

    Sebastian Kneipp

  9. Wer selbst nichts zu tun hat, macht anderen die meiste Arbeit.

  10. Wir halten den, der sich den politischen Angelegenheiten fernhält, nicht für einen ruheliebenden, sondern für einen unnützen Menschen.

    Perikles

  11. Ein fauler und ein fleißiger Mensch können nicht gut miteinander leben, der faule verachtet den fleißigen gar zu sehr.

    Marie von Ebner-Eschenbach

  12. Wer die Arbeit kennt und tut sie nicht, der bleibt fürwahr ein armer Wicht.

  13. Aus den Leidenschaften werden Meinungen, die Trägheit des Geistes läßt diese zu Überzeugungen erstarren.

    Friedrich Nietzsche

  14. Für den Fleißigen hat die Woche sieben Heute, für den Faulen sieben Morgen.

  15. Fleissige Mutter hat faule Töchter.

  16. Es ist ebenso viel Trägheit wie Schwäche dabei, sich beherrschen zu lassen.

    Jean de la Bruyère

  17. Der Intellekt ist bei den allermeisten eine schwerfällige, finstere und knarrende Maschine, welche übel in Gang zu bringen ist.

    Friedrich Nietzsche

  18. Nur ein Taugenichts oder ein völlig Unfähiger kann behaupten, er habe keine Beschäftigung gefunden.

    Leo Tolstoi

  19. Wer lustigen Mut zur Arbeit trägt und stets die Arme rasch bewegt, sich durch die Welt noch immer schlägt. Der Träge sitzt, weiß nicht, wo aus, und über ihn stürzt ein das Haus. Mit frohen Segeln …

    Ludwig Tieck

  20. Langeweile ist ein Gefühl des Überdauerns, ohne zu leben. Der Müßiggang ist Strafe für sich selbst. Dummes Geschwätz verurteilt sich selbst.

    Sully Prudhomme