Sprüche über Geborgenheit
346 Sprüche — Seite 5
Was den Menschen innerlich schützt und ihm einen Ort des Vertrauens schenkt, wird oft als Geborgenheit empfunden. Sie entsteht aus Nähe, Verlässlichkeit und dem Gefühl, nicht ständig um Anerkennung oder Sicherheit kämpfen zu müssen. Darum zählt dieses Thema zu den tiefsten Bedürfnissen des menschlichen Herzens.
Ihre Kraft zeigt sich besonders in unruhigen Zeiten, wenn das Äußere keinen Halt mehr bietet. Die Sprüche zu diesem Thema geben jener stillen Wärme eine Sprache, in der Vertrauen, Nähe und seelische Sicherheit zusammenfinden.
Liebende Menschen können manches entbehren, weil sie nichts entbehren.
Der Herr ist mein Licht und mein Heil, vor wem sollte ich mich fürchten? Der Herr ist meines Lebens Kraft, vor wem sollte mir grauen?
Gewiß ist die Klage über die Einsamkeit Ausdruck einer Sehnsucht, ihr zu entrinnen.
— Ernst Thälmann
Gott hat seinen Engeln befohlen, dass sie dich behüten Tag und Nacht, wohin du auch gehst.
Lass die Winde stürmen auf des Lebens Bahn, ob sie Wogen türmen gegen deinen Kahn: Schiffe ruhig weiter, wenn der Mast auch bricht: Gott ist dein Begleiter, er verläßt dich nicht.
Möge dein Dach nie einfallen und mögen die, die darunter wohnen, nie Streit bekommen.
Der Gott muss in den Liebenden sein, ihre Umarmung ist eigentlich seine Umschließung, die sie in demselben Augenblicke gemeinschaftlich fühlen, und hernach auch wollen.
— Friedrich Schleiermacher
Der Mensch liebt die Gesellschaft - und sollte es nur die eines brennenden Kerzchens sein
— Georg Christoph Lichtenberg
Die Familie ist die älteste aller Gemeinschaften und die einzige natürliche
— Jean-Jacques Rousseau
Das Beste, was der Mensch für einen anderen tun kann, ist doch immer das, was er für ihn ist.
— Adalbert Stifter
Das ist's, warum's sich leben läßt trotz alledem auf dieser Erden: Die ganze Welt ist nur ein Nest, doch jedes Nest kann eine Welt Dir werden.
— Paul Johann Ludwig von Heyse
Glück in der Ehe ist allein eine Sache des Zufalls
— Jane Austen
Der Anfang der Erziehung fällt schon in jenen Augenblick, wo das Kind ans Licht und mit der umgebenden Welt in Berührung tritt und wo die Liebe pflegend und leitend auf dasselbe wirken kann.
— Ignaz Anton Demeter
Die Welt zerstreut oder engt dich ein, musst in dir selbst zu Hause sein. Der wird von Unrast nicht verschont, der bei sich selbst zur Miete wohnt.
— Paul Johann Ludwig von Heyse
Gott ist die Liebe, und wer in der Liebe bleibt, der bleibt in Gott und Gott in ihm
Da Disharmonie jeden Ort dieser Erde erreicht, sollte man seinen eigenen Schutzraum mit harmonischen Gedanken und Gefühlen bewehren
— Christa Schyboll
Kinder brauchen Liebe - besonders wenn sie sie nicht verdienen
— Henry David Thoreau
Domus tutissimum cuique refugium atque receptaculum. Das eigene Haus ist für jeden der sicherste Zufluchtsort.
Die Menschen, denen wir eine Stütze sind, geben uns den Halt im Leben
— Marie von Ebner-Eschenbach
Sie sind immer da, wenn du sie brauchst - und wenn du sie nicht brauchst: Freunde