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Sprüche über Gerechtigkeit

217 Sprüche — Seite 6

Kaum ein Begriff wird so oft beschworen und so schwer eingelöst wie die Gerechtigkeit. Sie betrifft Verteilung, Urteil, Anerkennung und die tiefe menschliche Erwartung, dass Maßstäbe nicht bloß nach Macht, sondern nach Recht und Würde gesetzt werden. Darum gehört dieses Thema zu den großen moralischen Fragen jeder Gemeinschaft.

Ihre Schwierigkeit liegt darin, dass Gerechtigkeit mehr verlangt als bloße Regelanwendung. Sie braucht Gewissen, Augenmaß und den ernsthaften Willen, dem Einzelnen und dem Ganzen zugleich gerecht zu werden.

  1. Der Gerechte ist am wenigsten zu erschüttern; der Ungerechte ist von höchster Erschütterung durchdrungen.

    Epikur

  2. Nichts erhält die Gesetze so wirksam wie ihre Anwendung gegen hochgestellte Personen.

    Tacitus

  3. Gerechtigkeit ist vorübergehend, aber das Gewissen ist ewig.

    Martin Luther

  4. Nicht alle können dichten, doch wollen alle richten

  5. Demokratie ist ein Regierungssystem, in dem die Stimmen gezählt und nicht gewogen werden.

    Aristoteles

  6. In den Gerichtshöfen sollen die Gesetze sprechen und der Herrscher schweigen.

    Friedrich der Große

  7. Intuition ist der eigenartige Instinkt, der einer Frau sagt, dass sie Recht hat, gleichgültig, ob das stimmt oder nicht.

    Oscar Wilde

  8. Auf der Gerechtigkeit beruht alle Ordnung. Es gibt aber nicht zweierlei Gerechtigkeit auf Erden, eine nach unten und eine andere nach oben.

    Joseph Karl Benedikt Freiherr von Eichendorff

  9. Einer, dessen Herz von Eifersucht verzehrt wird, ist niemals gerecht.

    George Sand

  10. Um anderen gegenüber gerecht sein zu können, muss man sich selbst gegenüber ehrlich sein

    Jean-Baptiste Rousseau

  11. Der Mensch wird nicht für seine Sünden bestraft, sondern durch sie

    Elbert Green Hubbard

  12. Um sicher Recht zu tun, braucht man sehr wenig vom Recht zu wissen. Allein, um sicher Unrecht zu tun, muss man die Rechte studiert haben.

    Georg Christoph Lichtenberg

  13. Ein gerechtes Urteil findet nur, wer sich öffentlich berät.

  14. Gott will uns nicht durch eigene, sondern durch fremde Gerechtigkeit und Weisheit selig machen, durch eine Gerechtigkeit, die nicht aus uns kommt und aus uns wächst, sondern von anderswoher zu uns …

    Martin Luther

  15. Eine gerechte Sache kennt kein Zurück.

  16. Der Mensch muß das Recht suchen und das Glück kommen lassen

    Johann Heinrich Pestalozzi

  17. Im Grund hat der Mensch nur zwei Probleme, nämlich, mit sich und anderen richtig umzugehen.

    Nikolaus B. Enkelmann

  18. Um uns für unsere Faulheit zu bestrafen, gibt es außer unserem Misserfolg immer noch die Erfolge der anderen.

    Jules Renard

  19. Wünsche nie etwas, was durch Mauern oder Vorhänge verborgen werden müsste.

    Mark Aurel

  20. Das harte Wort schmerzt immer, sei's noch so gerecht.

    Sophokles