Sprüche über Hilfe
631 Sprüche — Seite 27
Wer Hilfe empfängt oder gibt, erlebt oft in einem einzigen Augenblick, wie sehr Menschen aufeinander angewiesen sind. In diesem Thema verbinden sich Mitgefühl, Aufmerksamkeit und die Bereitschaft, Verantwortung nicht bloß zu denken, sondern konkret werden zu lassen. Gerade deshalb ist Hilfe nie nur praktisch, sondern immer auch menschlich bedeutsam.
Ihre Würde liegt darin, dass sie Nähe schafft, ohne den anderen kleinzumachen. Die Sprüche zu diesem Thema zeigen, wie viel Größe in einem beherzten Beistand liegen kann und warum oft nicht die große Lösung, sondern die rechtzeitige Unterstützung über Hoffnung und Verzweiflung entscheidet.
Wenn bei einem Menschen das Herz einmal hart ist, so ist es aus. Was er auch sonst Gutes hat, man kann nicht mehr auf ihn zählen.
— Johann Heinrich Pestalozzi
Kein Mensch ist so reich, dass er nicht seinen Nachbarn braucht.
Der wahre Zweck der Chemie besteht nicht darin, Gold zu machen, sondern Medizin herzustellen.
— Philippus Theophrastus Paracelsus
Über manche Gedankenlücke bilden Zitate die Eselsbrücke.
— Ludwig Anton Salomon Fulda
Es ist die größte Lust des Lebens, anderen die Last des Lebens zu erleichtern.
— Paul Keller
Hab ein Wort auch für andre in Sorg' und in Pein und sag, was dich selber so fröhlich lässt sein.
— Cäsar Flaischlen
Wo Rat nicht wird gehört, wo Rat nicht Folge hat, allda ist gar kein Rat der allerbeste Rat.
— Friedrich von Logau
Der Mensch muss sich in der Welt selbst forthelfen. Dies ihn zu lehren ist unsere Aufgabe
— Johann Heinrich Pestalozzi
Man soll nie das Wohl, man soll das Heil eines Menschen im Auge haben
— Christian Morgenstern
Wer uns vor nutzlosen Wegen warnt, leistet uns einen eben so guten Dienst wie derjenige, der uns den rechten Weg anzeigt.
— Christian Johann Heinrich Heine
Mit Hilfe der göttlichen Tonkunst läßt sich mehr ausdrücken und ausrichten als mit Worten.
— Karl Maria von Weber
Langsam erteilter Rat ist bei weitem der beste, denn wo schnell er gegeben, folgt die Reu auf dem Fuß.
— Lukian
Die Wohltaten der Mütter sind größer als das Meer.
Geben kann man lernen, nehmen muss man können.
— Richard von Schaukal
Die Bedrohung durch den Stärksten bewirkt bei mir, dass ich mich auf die Seite des Schwächeren stelle.
— Francois René de Chateaubriand
Arbeit ist das beste Mittel gegen Verzweiflung.
— Sir Arthur Conan Doyle
Schrecklich sind die Anspruchslosen. Die nichts fordern, gewähren auch nichts.
— Peter Hille
Nichts reichen wir einander so freigebig wie unsere Hände – aber leer.
— Emanuel Wertheimer
Erwarte alles vom Mitleid, nur keine Hilfe.
— Emanuel Wertheimer
Ein erreichbares Ziel hilft zu leben.
— Else Pannek