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Sprüche über Kraft

697 Sprüche — Seite 11

Nicht jede Kraft ist laut, sichtbar oder auf Durchsetzung gerichtet. Oft zeigt sie sich gerade dort, wo jemand standhält, weitermacht, verzichtet oder im richtigen Moment Geduld bewahrt. Deshalb umfasst dieses Thema weit mehr als bloße Stärke und reicht bis in den innersten Bereich des menschlichen Lebens.

Innere Kraft bewährt sich besonders in Krisen, wenn weder Beifall noch Gewissheit tragen. Die Sprüche zu diesem Thema machen deutlich, dass Ausdauer, Hoffnung und Selbstbeherrschung oft mächtiger sind als jeder schnelle Triumph und dass wahre Kraft nicht selten in stiller Festigkeit besteht.

  1. Durch geistige Kraft können wir den beherrschen, der uns an körperlicher überragt.

    Antiphon

  2. Wo wir lieben, gedeiht auch unser Talent.

    Martin Kessel

  3. Die Kraft eines Volkes sollte man nach dem Maß seines Frohsinns messen. Wo Ernst ist, ist auch Sklaverei. Vertraue den Heiteren mehr als den Bedächtigen, sie sind lebensfähiger.

    Carl Ludwig Schleich

  4. Wer seine Kraft bewahren und seinen Geist ausruhen lassen kann, wird Nerven wie Stahl bekommen.

    Prentice Mulford

  5. Das Gebet, das ein Mensch mit all seiner Macht leistet, hat eine große Kraft.

    Mechthild von Magdeburg

  6. Vor den Erfolg haben die Götter den Schweiß gesetzt.

    Hesiod

  7. Suche die Quelle, die immer wieder neue Lebenskraft schenken kann, sie entspringt tief in dir selbst.

    Klara Löwenstein

  8. Nicht durch die Kraft höhlet der Tropfen den Stein, sondern durch häufiges Fallen.

    Ovid

  9. Wie oft verglimmen die gewaltigsten Kräfte, weil kein Wind sie anbläst.

    Jeremias Gotthelf

  10. Eine Reise ist der Trunk aus der Quelle des Lebens.

    Christian Friedrich Hebbel

  11. Immer wo die Liebe aufsteht, ist der erste Schöpfungstag!

    Ernst von Wildenbruch

  12. Der Geist der Frauen stärkt eher ihren Leichtsinn als ihre Vernunft.

    François de la Rochefoucauld

  13. Durch die Liebe werden die bittersten Leiden süß, die wunderlichsten Begebenheiten gut, die kleinsten Werke groß und göttlich.

    Gerhard Tersteegen

  14. Je tiefer wir das Leiden durchschauen, umso näher kommen wir dem Ziel der Befreiung vom Leiden.

    Dalai Lama

  15. Ich greife nicht gern nach neuen Büchern, weil mir die alten mehr Kern und Kraft zu haben scheinen.

    Michel de Montaigne

  16. Die Schwierigkeit ist immer klein, man muss nur nicht verhindert sein.

    Wilhelm Busch

  17. Jag' du die Arbeit, sonst jagt sie dich.

  18. Kräfte lassen sich nicht mitteilen, sondern nur wecken.

    Georg Büchner

  19. Mit dem Alter nimmt Urteilskraft zu und Genie ab.

    Immanuel Kant

  20. Der Gemütszustand, in dem wir am häufigsten sind, ist eine Kraft, die Ereignisse für oder gegen uns lenkt.

    Prentice Mulford