1614 Sprüche — Seite 84
Kein anderes Gefühl vermag einen Menschen zugleich so zu stärken und so verletzlich zu machen wie die Liebe. Sie stiftet Nähe, weckt Sehnsucht, fordert Vertrauen und lässt selbst im Glück ein leises Zittern zurück. Darum gehört sie seit Jahrhunderten zu den großen Themen von Dichtung, Philosophie und Lebensweisheit.
In ihrer ganzen Tiefe zeigt sie sich nie nur als romantisches Versprechen, sondern auch als Prüfung von Geduld, Hingabe und innerer Reife. Die Sprüche zu diesem Thema fassen jene Kraft in Worte, die Herzen öffnet, Maßstäbe verschiebt und dem Leben seinen hellsten wie schmerzlichsten Glanz verleihen kann.
Liebe ist ein Ozean von Emotionen - eingeengt von Küsten, die Ausgaben heißen.
— Lord Thomas R. Dewar
Heirat der Alten ist ein Ladschreiben an den Totengräber.
Zu früh gefreit hat manchen gereut
In Asien turnt das Känguruh, in meinem Herzen turnst nur du!
25 Jahre Ehestand, findet man nicht oft im Land. Deshalb wollen wir euch gratulieren und euch dazu applaudieren.
Komm zieh mit mir, lass mich dich lieben.
— John Donne
Heiraten ist nicht Kappentauschen.
Öftere Hochzeit hat nicht Ehre.
Viel Gaben muss der Ehestand haben.
Will unser Herrgott einen Narren, so macht er einen alten Mann zum Witwer.
Es freit sich am besten, wo der Kessel über dem Herde hängt
Zum Freien gehört mehr als ein paar Schuhe
Einen Ehemann musst du haben, und wär er lahm von Gicht, und wär er schwärzer als die Raben, als alte Jungfer sterbe nicht!
Mein Schatz ist kein Engel, des bin i so froh, sonst hätt' er zwei Flügel und flög mir dervo.
Alle Tage ist kein Sonntag, alle Tage gibt's keinen Wein, aber du sollst alle Tage recht lieb zu mir sein!
Rote Rosen stehn im Garten, tragen schönes grünes Laub. Deiner will ich immer warten, bis ich werde einst zu Staub.
Dua's Herzerl in a Schachterl und bind's recht fest zua, dann wird's da ned dreckig und klaut's da koa Bua.
Tausend Frauen wiegen das Leben eines einzigen Mannes auf.
— Euripides
Eine Frau ist nur eine Frau, aber eine gute Zigarre kann man rauchen.
— Rudyard Kipling
Haben hässliche Frauen jemals Unheil gebracht? Sich selbst vielleicht; anderen kaum.
— John Knittel