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Sprüche über Selbsterkenntnis

290 Sprüche — Seite 13

Am schwersten sieht der Mensch oft das, was ihn selbst bestimmt. Selbsterkenntnis verlangt Ehrlichkeit, Mut und die Bereitschaft, sich nicht nur mit den eigenen Vorzügen, sondern auch mit Widersprüchen, Schwächen und versteckten Motiven zu befassen. Deshalb gehört dieses Thema zu den anspruchsvollsten Wegen innerer Reifung.

Ihr Wert liegt darin, dass sie nicht im Grübeln endet, sondern zu Klarheit und Veränderung führen kann. Wer sich selbst besser versteht, urteilt nüchterner, handelt freier und ist weniger darauf angewiesen, sich vor sich selbst zu verbergen.

  1. Wir sind das, was dann übrig bleibt, wenn das Vergängliche von uns genommen ist.

    Karl Robert Eduard von Hartmann

  2. Sage mir, wie du ißt, und ich sage dir, was du bist.

    Jean Anthelme Brillat-Savarin

  3. Wie mag man tugendhaft und gerecht leben? Wenn man selbst nicht tut, was man an andern tadelt!

    Thales von Milet

  4. Bedenke gut, was deine Kraft vermag und was über deine Fähigkeit hinausgeht

    Horaz

  5. Sei dir deiner Kräfte, Bedürfnisse und Möglichkeiten bewusst, dann wirst du auf dem Weg, den du beschreitest, einen Gefährten haben.

  6. Ich bin darauf gekommen, dass ich nur dann glücklich bin, wenn ich an etwas arbeite, an dem ich Gefallen finde.

    John Reed

  7. Man sollte von Zeit zu Zeit von sich zurücktreten wie ein Maler von seinem Bilde

    Christian Morgenstern

  8. Selbsterkenntnis ist der erste Schritt zur Gerechtigkeit. Selbsterkenntnis ist die erste Pflicht – gegen die anderen.

    Anton Wildgans

  9. Betrachte beizeiten den Lauf deines Lebens und werde dir bewusst, wie viele Flüsse darin münden, die dich stützen und nähren.

  10. Wer Autorität haben will, muss bescheiden sein und sein Unrecht unverhohlen einzugestehen wissen.

    Richard Rothe

  11. Das Schwerste für den Menschen ist Selbsterkenntnis.

  12. Dankbar sein, dass es Misserfolg und Unglück gibt; sie sind Warnsignale, uns zu verändern.

    Nikolaus B. Enkelmann

  13. Wir sind am unglücklichsten, wenn wir uns eingestehen müssen, dass wir unser Naturell nicht zu beherrschen vermögen.

    Heinrich Laube

  14. Je älter ich werde, um so mehr sehe ich, dass die Erfahrung nur weitere Jahre mit sich bringt, aber dass man so wenig Vorteil aus allem zieht, als wäre nichts geschehen.

    Charles Joseph Fürst von Ligne

  15. Gebt dem Menschen das Bewusstsein dessen, was er ist, und er wird auch bald lernen zu sein, was er soll

    Carl Friedrich von Rumohr

  16. Allen Menschen ist es gegeben, sich selbst zu erkennen und klug zu sein.

    Heraklit von Ephesos

  17. Wer durch Dornengestrüpp hat gehen müssen, lernt, wie Dornen verwunden, und tut die an ihm hängengebliebenen ab, damit sie anderen nicht schaden

    Hermann Stehr

  18. Entsetzt erkennt mancher Künstler eines Tages sein verfehltes Leben: Statt wohlhabend, ist er berühmt geworden.

    Otto Weiss

  19. Wie gut man's hat, ist schwerer zu erkennen, als wie gut man's hatte.

    Otto Weiss

  20. Der Weg zur Vollkommenheit und zu jedem Fortschritt ist fortwährende Selbstkritik.

    Arnold Böcklin