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Sprüche über Spuren

124 Sprüche — Seite 3

Was Menschen hinterlassen, bleibt oft länger wirksam als ihre unmittelbare Gegenwart. Spuren zeigen sich in Erinnerungen, Handlungen, Worten und Prägungen und machen deutlich, dass kein Leben ganz folgenlos bleibt. Deshalb besitzt dieses Thema eine stille Tiefe, die über den Augenblick hinausweist.

Ihr Wert liegt darin, dass Spuren nicht nur Vergangenes bezeugen, sondern auch Gegenwart mitgestalten. Sie können trösten, belasten oder leiten und erinnern daran, wie sehr Begegnungen und Entscheidungen nachwirken.

  1. Jedes Leben hinterlässt Spuren, die sich tief eingraben in die Seele derer, die bereit sind, die Spuren zu sehen und sie lesen zu lernen!

  2. Worte sind das schlechteste Mittel, Schönheiten, die das Auge genossen hat, lebhaft wieder erstehen zu lassen.

    Otto Julius Bierbaum

  3. Küsse sind das, was von der Sprache des Paradieses übriggeblieben ist

    Joseph Conrad

  4. Die Zeit ist ein Augenblick. Unser Erdendasein wie unser Erdengang ein Fall durch Augenblicke.

    Jean Paul

  5. Den Weg des Vaters wird dereinst das Kind auch gehn.

    Alfred de Musset

  6. Die Dankbarkeit ist kein Unkraut, das auf jedem Boden gedeiht; sie ist eine zarte, feine Pflanze, die in der harten, verdorrten Erde sowenig als im nassen, verschwemmten Boden gut fortkommt.

    Johann Heinrich Pestalozzi

  7. Im Krieg verbinden sich die letzten Raffinessen der Wissenschaft mit den Grausamkeiten der Steinzeit

    Winston Churchill

  8. Nur die Liebe überbrückt die Kluft, die zwischen Sein und Nichtsein droht, dass wie gepflückter Blumenduft doch etwas überlebt den Tod.

    Friedrich von Bodenstedt

  9. Den Narren erkennst Du an sechs Zeichen: Furcht ohne Grund, Rede ohne Nutzen, Wechsel ohne Fortschritt, Frage ohne Ziel, Vertrauen zu Fremden und Freundschaft mit seinem Feind.

  10. Böse Menschen hinterlassen ihren Stempel, wohin sie auch gehen

  11. Wissen heißt, die Welt verstehen; Wissen lehrt verrauschter Zeiten und der Stunde, die da flattert, wunderliche Zeichen deuten. Und da sich die neuen Tage aus dem Schutt der alten bauen, kann ein …

    Friedrich Wilhelm Weber

  12. Die Zukunft zeigt sich in uns – lange bevor sie eintritt.

    Rainer Maria Rilke

  13. Auch in der besten Frau steckt noch eine Teufelsrippe.

  14. Nicht minder wert als die große Geschichte ist die Geschichte der Familie.

    Adalbert Stifter

  15. Nur das Sommergras ist noch da von den Träumen früherer Helden.

    Matsuo Bashō

  16. Reiß nie das Band der Freundschaft im Streit zu schnell entzwei; wird es auch neu gebunden, ein Knoten bleibt dabei.

  17. Suchst du dich selbst, so suche draußen in der Welt. Suchst du die Welt, so suche in dir selbst.

    Rudolf Steiner

  18. Nie kann ganz die Spur verlaufen einer starken Tat.

    Rainer Maria Rilke

  19. Über eine Spur von Geist in einer Frau freuen wir uns ebenso wie über ein paar Worte, die ein Papagei richtig herausbringt.

    Honoré de Balzac

  20. Die Dinge, die uns einmal vertraut gewesen sind, werden es uns leicht wieder, und diese Leichtigkeit zusammen mit der Erinnerung macht sie uns teuer, ohne dass wir wissen warum.

    Alfred de Musset