Sprüche über Trauer
312 Sprüche — Seite 7
Wenn etwas oder jemand Unersetzliches fehlt, findet die Trauer ihren stillen und schweren Platz im Leben. Sie ist nicht bloß Schmerz, sondern auch Ausdruck von Liebe, Bindung und der Unmöglichkeit, einen Verlust einfach hinzunehmen. Deshalb gehört dieses Thema zu den tiefsten Formen menschlicher Wahrhaftigkeit.
In ihr zeigt sich, dass das Herz länger erinnert, als der Alltag es wahrhaben möchte. Die Sprüche zu diesem Thema sprechen von Abschied, Tränen und innerer Leere und geben jener empfindsamen Arbeit der Seele eine eindringliche Sprache.
Die Hoffnung ist wie ein Sonnenstrahl, der in ein trauriges Herz dringt. Öffne es weit und lass sie hinein.
— Christian Friedrich Hebbel
Wir stehen selbst enttäuscht und sehn betroffen Den Vorhang zu und alle Fragen offen.
— Bertolt Brecht
Ihr seid jetzt traurig, aber ich werde euch wieder sehen. Dann wird euer Herz sich freuen, und eure Freude wird euch niemand nehmen.
Vor zehn Jahren ist sie von uns gegangen, auf eine Reise ohne Wiederkehr. Ein tiefer Schmerz hält uns umfangen, wir vermissen sie so sehr. Es heißt, die Zeit heilt alle Wunden, die Zeit - wir hab …
Trösten ist eine Kunst des Herzens. Sie besteht oft nur darin, liebevoll zu schweigen und schweigend mitzuleiden.
— Otto von Leixner
Schöne Tage, nicht weinen, wenn sie vergangen, sondern lachen, dass sie gewesen
— Rabindranath Tagore
Die Welt vergeht mit ihrer Pracht, die Zeit entflieht - eh du's gedacht, und alles nimmt dir einst der Tod, nur eins dir bleibt - nur ich, dein Gott!
Unsere Heimat aber ist der Himmel!
Jeder Mensch wird als Unikat geboren, doch die meisten sterben als Kopie. Du warst ein Unikat bis zu deinem letzten Atemzug, unvergleichlich und unmöglich zu kopieren
In aller Stille hat uns ein unvergesslicher Mensch verlassen. In aufrichtiger Anteilnahme möchten wir unsere Trauer ausdrücken und helfen, den Schmerz zu tragen.
Du hast gelitten manchen Schmerz, geduldig viel ertragen, du warst das beste Mutterherz, in frohen und auch trüben Tagen. Wie sehr wir dich vermissen, geliebte Mutter du, du kannst es nicht mehr …
Der Gedanke an die Vergänglichkeit aller irdischen Dinge ist ein Quell unendlichen Leids – und ein Quell unendlichen Trostes.
— Marie von Ebner-Eschenbach
Schmerzlich ist für uns dein Scheiden, viel zu früh uns noch dein Tod, doch du bist befreit vom Leiden, und von jeder Erdennot.
Und neigt sich auch der Abend viel zu früh mit seinen dunklen Schwingen übers Tal so war ein Leben doch ein Wunder und ein Geschenk der Liebe allzumal
Stille um uns, Stille in uns. Stille, die unsere Trauer umfängt und trägt. Stille, in der unser Herz voller Sehnsucht nach dem geliebten Menschen ist.
Wir haben Dir Deinen Namen gegeben. Unser ganzes Herz! Unser ganzes Leben! Unser Sonnenschein! Unser Seelenstrahl! Unser Hoffen, Sehnen und Verlangen! Unsere Wünsche, Glauben, Zweifel und Bangen!
Nur die Liebe überbrückt die Kluft, die zwischen Sein und Nichtsein droht, dass wie gepflückter Blumenduft doch etwas überlebt den Tod.
— Friedrich von Bodenstedt
Herr, nun ist es genug, nun nimm mich in Deine Hände. Es war so schwer, als ich mich selber trug. Nun trägst Du mich in Liebe ohne Ende.
Alles kann der Mensch vergessen, ob es leicht war oder schwer, doch ein Herz, das man geliebt hat, das vergisst man nimmer mehr.
Wir sind vom gleichen Stoff, aus dem die Träume sind und unser kurzes Leben ist eingebettet in einen langen Schlaf.
— William Shakespeare