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Sprüche über Verantwortung

305 Sprüche — Seite 5

Wo Handeln Folgen hat, beginnt Verantwortung. Sie verlangt, das eigene Tun nicht isoliert zu betrachten, sondern dessen Wirkung auf andere, auf Gemeinschaft und auf die Zukunft mitzudenken. Deshalb zählt dieses Thema zu den tragenden Voraussetzungen eines reifen und verlässlichen Lebens.

Ihre Würde liegt darin, dass sie Freiheit nicht einschränkt, sondern erst ernst macht. Die Sprüche zu diesem Thema zeigen, wie eng Verantwortungsbewusstsein mit Gewissen, Weitblick und menschlicher Größe verbunden ist.

  1. Man soll nie zuschauen, man soll Zeuge sein und mittun und Verantwortung tragen.

    Antoine de Saint-Exupéry

  2. Ein Pfad, dem nur wenige folgen, führt zu höherem als eine Straße, die Tausende gehen.

    Thomas Edward Lawrence

  3. Des Menschen Glück ist nicht an seine Kraft, sondern an seine Laune geknüpft.

    Christian Friedrich Hebbel

  4. Schuld haben sie beide nicht: Weder der Mensch, noch das Schicksal; sie passen nur immer ganz genau aufeinander.

    Wilhelm Raabe

  5. Was aber die Leute gemeiniglich das Schicksal nennen, sind meistens nur ihre eigenen dummen Streiche.

    Arthur Schopenhauer

  6. Bedenkt auch, wie unberechenbar der Verlauf eines Krieges ist, bevor ihr euch noch in denselben einlasset.

    Thukydides

  7. Einen Vaterlandsverräter entschuldigt weder die Willkür der Zeiten, noch die Gewohnheit, noch die Freiheit zu Verbrechen

    Francesco Petrarca

  8. Was für ein Los wir fürchten müssen, sagt uns das eigene Gewissen.

    Karl Wilhelm Ramler

  9. Ohne Mut trägt die Weisheit keine Früchte.

    Baltasar Gracián y Morales

  10. Die Waffen sind nicht so wichtig wie der Arm, der sie führt; der Arm ist nicht so wichtig wie die Intelligenz, die ihn lenkt.

    André Gide

  11. Man hört in der Welt leichter ein Echo als eine Antwort

    Jean Paul

  12. Menschen, die nicht auf ihre Vorfahren zurückblicken, werden auch nicht an ihre Nachwelt denken.

    Edmund Burke

  13. Das Leben, das uns gegeben ist, ist uns nicht als etwas Fertiges gegeben, sondern wir müssen es gestalten, und zwar jeder sein eigenes.

    José Ortega y Gasset

  14. Die Verantwortung jedes einzelnen für die ganze Menschheit betrachte ich als universelle Religion

    Dalai Lama

  15. Wer die Welt rettet, rettet sich selbst.

    Julian Scharnau

  16. Die Gefolterten sagen zu allem ja und weil sie dann nicht zu widerrufen wagen, müssen sie alles mit dem Tode besiegeln.

    Friedrich Spee von Langenfeld

  17. Entscheidungen, Entschlüsse brauchen Zeit — vor oder nach dem Handeln.

    Else Pannek

  18. Eine schlecht beobachtete Tatsache ist tückischer als ein falscher Schluß.

    Paul Valéry

  19. Versuche nie vor etwas die Flucht zu ergreifen. Ein Mensch, der die Flucht ergreift, ist ein Drückeberger. Und ein Drückeberger kommt nie von etwas los.

    John Steinbeck

  20. Die Hand, die die Wiege bewegt, bewegt die Welt.