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Sprüche über Würde

162 Sprüche — Seite 2

Würde bezeichnet jenen inneren Wert, der einem Menschen nicht erst durch Erfolg, Stellung oder Zustimmung verliehen werden muss. Sie zeigt sich in Haltung, Selbstachtung und dem stillen Bewusstsein, auch unter Druck nicht beliebig zu werden. Deshalb gehört dieses Thema zu den tiefsten Grundlagen menschlicher Größe.

Besonders sichtbar wird Würde dort, wo jemand nicht durch äußeren Glanz, sondern durch Standhaftigkeit und Maß beeindruckt. Sie bewährt sich in Niederlagen ebenso wie in Anerkennung und verlangt, dass das Eigene nicht unter dem Blick anderer preisgegeben wird.

  1. Unsere Ehre steigt, sowie unser Hochmut sinkt; wo die Prahlerei aufhört, da fängt die wahre Würde an.

    Edward Young

  2. Wenn es möglich wäre, Ehen im ersten Jahr unauffällig zu lösen, würde von 50 Paaren kein einziges beisammen bleiben.

    William Somerset Maugham

  3. Wer sich nur seiner Vorfahren rühmt, bekennt damit, dass er einer Familie angehört, die tot mehr wert ist als lebendig.

    Neill Lawson

  4. Wäre das Wort „Danke“ das einzige Gebet, das Du je sprichst, so würde es genügen.

    Eckhart von Hochheim

  5. Das Herz adelt den Menschen.

    Wolfgang Amadeus Mozart

  6. Ich liebe dich so sehr - ich würde dir ohne Bedenken eine Kachel aus meinem Ofen schenken.

    Joachim Ringelnatz

  7. Der Mensch würde nicht verzweifeln, wenn er nicht hoffen würde.

    Giacomo Leopardi

  8. Die Kunst des Umgangs mit Menschen besteht darin, sich geltend zu machen, ohne andere unerlaubt zurückzudrängen.

    Adolph Freiherr von Knigge

  9. Ein Buch, das nicht wert ist, zweimal gelesen zu werden, ist auch nicht würdig, dass man's einmal liest.

    Jean Paul

  10. Gut sein ist edel. Andere lehren, gut zu sein, ist noch edler. Und leichter.

    Mark Twain

  11. Hochmut ist der zur Schau getragene Stolz. Echter Stolz verbirgt sich.

    Ernst Hohenemser

  12. Friede wie Freundschaft setzt Achtung voraus.

    Georg Christoph Lichtenberg

  13. Nicht unseren Vorvätern wollen wir trachten uns würdig zu zeigen - nein: unserer Enkelkinder!

    Bertha Freifrau von Suttner

  14. Geld zu haben heißt, sich dreissig Jahre Würde zuzulegen.

  15. Nur der Betrug entehrt, der Irrtum nie

    Georg Christoph Lichtenberg

  16. Nichts ist unter deiner Würde, was deinem Lebenszweck entspricht. Nichts ist groß oder erstrebenswert, was diesen Zweck verfehlt.

    Ralph Waldo Emerson

  17. Es ist besser in Ehren zu versagen, als durch Betrug erfolgreich zu sein.

    Sophokles

  18. Demnach würde zur Milderung des menschlichen Elends das Wirksamste die Verminderung, ja Aufhebung des Luxus sein.

    Arthur Schnitzler

  19. Je vornehmer einer ist, desto höflicher behandelt er den Niedrigen.

    Ludwig Börne

  20. Da in der Achtung dieser Welt so mancher Wicht wird hochgestellt, gilt mir nur der als rechter Mann, der ehrlich selbst sich achten kann.

    Friedrich von Bodenstedt