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Sprüche über Würde

162 Sprüche — Seite 7

Würde bezeichnet jenen inneren Wert, der einem Menschen nicht erst durch Erfolg, Stellung oder Zustimmung verliehen werden muss. Sie zeigt sich in Haltung, Selbstachtung und dem stillen Bewusstsein, auch unter Druck nicht beliebig zu werden. Deshalb gehört dieses Thema zu den tiefsten Grundlagen menschlicher Größe.

Besonders sichtbar wird Würde dort, wo jemand nicht durch äußeren Glanz, sondern durch Standhaftigkeit und Maß beeindruckt. Sie bewährt sich in Niederlagen ebenso wie in Anerkennung und verlangt, dass das Eigene nicht unter dem Blick anderer preisgegeben wird.

  1. Die Ehre hat gesetzlichen Anspruch auf Feierabend und Pension.

    Emil Gött

  2. Am teuflischsten ist der Teufel in ehrbarem Gewand

    Elizabeth Barrett Browning

  3. Das Leben ist weder ein Vergnügen noch ein Schmerz, sondern eine ernste Angelegenheit, mit welcher wir beauftragt sind und die wir zu unserer Ehre führen und vollenden müssen.

    Charles Alexis Henri Clérel de Tocqueville

  4. Ich wollte, ich stände auf einem hohen Berge, von wo aus ich auf der ganzen Welt gehört werden könnte; ich würde rufen mit solcher Stimme, daß alle es hörten: O ihr Menschenkinder, betet, betet, …

    Theresia von Avila

  5. Wenn bei einer Diskussion auch nur ein Fünkchen Wahrheit herauskäme, würde weniger diskutiert werden. Nichts ist so tödlich langweilig, wie einander zu verstehen: Man hat sich nichts mehr zu sagen.

    Jules Renard

  6. Der Ruhm eines Hochmütigen wird schnell zur Schande.

    Publius Syrus

  7. Ich würde dir gern schreiben, ins Album ein Gedicht. Sorry, das ist unmöglich, denn dichten kann ich nicht.

  8. Sollten alle Ehebrecher graue Röcke tragen, so würde das Tuch teuer.

  9. Der Krone würdig sein, ist mehr, als Kronen tragen.

    Friedrich von Cronegk

  10. Geistige Größe kann alle körperlichen Gebrechen unsichtbar machen.

  11. Der Mensch kann nichts Höheres erstreben im Kampfe mit Sorge und Not, al ein gutes Gewissen im Leben und einen guten Namen im Tod.

    Friedrich von Bodenstedt

  12. Es gibt eine natürliche Aristokratie unter den Menschen. Sie beruht auf Tugend und Talent.

    Thomas Jefferson

  13. Entfremdet und entwürdigt ist nicht nur der, der kein Brot hat, sondern auch der, der keinen Anteil an den großen Gütern der Menschheit hat.

    Rosa Luxemburg

  14. Der Stand der Schauspieler galt bei den Römern für schimpflich, bei den Griechen für ehrbar. Heute denken wir über sie im Grunde immer noch wie die Römer, verkehren aber mit ihnen wie die Griechen.

    Jean de la Bruyère

  15. Wenn der Vogel wüßte, wie arm er ist, würde er nicht so süß singen.

  16. Wodurch wird Würd und Glück erhalten lange Zeit? Ich meine, durch nichts mehr als Bescheidenheit

    Friedrich von Logau

  17. Kein einziges Tier der ganzen Erde ist der vollsten und ungeteiltesten Achtung, der Freundschaft und Liebe des Menschen würdiger als der Hund

    Alfred Edmund Brehm

  18. Es würde nichts nützen, wenn wir uns selbst so sehen könnten, wie uns andere sehen - denn wir würden es eh' nicht glauben!

    James Thurber

  19. Achtung ist mehr als Beachtung, Ansehen mehr als Ruf. Ehre mehr als Ruhm.

    Nicolas Chamfort

  20. Wenn wir uns so sehen würden, wie uns andere sehen - würde das unsere schlimmsten Befürchtungen über sie bestätigen

    Franklin P. Jones