Sprüche über Würde
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Würde bezeichnet jenen inneren Wert, der einem Menschen nicht erst durch Erfolg, Stellung oder Zustimmung verliehen werden muss. Sie zeigt sich in Haltung, Selbstachtung und dem stillen Bewusstsein, auch unter Druck nicht beliebig zu werden. Deshalb gehört dieses Thema zu den tiefsten Grundlagen menschlicher Größe.
Besonders sichtbar wird Würde dort, wo jemand nicht durch äußeren Glanz, sondern durch Standhaftigkeit und Maß beeindruckt. Sie bewährt sich in Niederlagen ebenso wie in Anerkennung und verlangt, dass das Eigene nicht unter dem Blick anderer preisgegeben wird.
Männer, die in Stiefeln zu sterben hoffen, verunglücken gar zu oft in Pantoffeln.
Ein Mann, den niemand achtet, verliert dadurch seine Würde, und so zählt dieser Mann nur noch halb, auch wenn er unversehrt ist.
— Gottfried von Strassburg
Wer tugendhaft lebt, wird geehrt, aber er wird nicht beneidet.
Keine wahre und dauernde Liebe kann ohne Achtung bestehen; jede andere zieht Reue nach sich und ist einer edlen Sache unwürdig.
— Johann Gottlieb Fichte
Große Menschen sind Inhaltsverzeichnise der Menschheit.
— Christian Friedrich Hebbel
Für mich ist die größte Entfaltung menschlichen Lebens, in Frieden und Würde zu sterben, denn das ist die Ewigkeit.
— Mutter Theresa
Vom Fleißigen ist immer viel zu lernen, doch zu beseligen vermag nur Größe.
— Christian Morgenstern
Würde ist eine körperliche Kunst, erfunden, um die Mängel des Geistes zu verbergen.
— François de la Rochefoucauld
Wenn alle Tage im Jahre gefeiert würden, so würde Spiel so lästig sein wie Arbeit.
— William Shakespeare
Was ist Ehre ohne Verdienst? Und was kann man gerechtes Verdienst nennen, wenn nicht das, was einen Menschen sowohl gut als groß macht?
— Daniel Defoe
Die begründete wie die unbegründete Eifersucht vernichtet diejenige Würde, deren die gute Liebe bedarf.
— Gottfried Keller
Ruhm ist die Summe der Missverständnisse, die sich um einen Namen sammeln.
— Rainer Maria Rilke
Bei seinem Tun und Lassen sollte es dem Menschen auf Billigung und nicht auf Beifall ankommen.
— Charles-Louis de Montesquieu
Hätte ich mich mit dem Schöpfer beraten, als er das Menschengeschlecht schuf, so würde ich ihn gebeten haben, die Runzeln unterhalb der Ferse anzubringen.
— Ninon de Lenclos
Nimmer würde ein Mensch, der Durst nach Wein hat, so sehnlich seiner begehren, dafern nicht etwas von Gott in ihm wäre.
— Eckhart von Hochheim
Zusammenfassung des Benehmens: die eigene Würde zu bewahren, ohne die Freiheit anderer zu stören
— Francis Bacon
Wüsste ich nicht, dass die Treue so alt ist wie die Welt, so würde ich glauben, ein deutsches Herz habe sie erfunden.
— Christian Johann Heinrich Heine
Im Dunkeln bleibt hell auch der gute Name
— Publius Syrus
Arbeit schändet nicht, die Trägheit aber entehrt uns
— Hesiod
Wenn das Herz denken könnte, würde es still stehen.
— Fernando Pessoa