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Sprüche über Würde

162 Sprüche — Seite 8

Würde bezeichnet jenen inneren Wert, der einem Menschen nicht erst durch Erfolg, Stellung oder Zustimmung verliehen werden muss. Sie zeigt sich in Haltung, Selbstachtung und dem stillen Bewusstsein, auch unter Druck nicht beliebig zu werden. Deshalb gehört dieses Thema zu den tiefsten Grundlagen menschlicher Größe.

Besonders sichtbar wird Würde dort, wo jemand nicht durch äußeren Glanz, sondern durch Standhaftigkeit und Maß beeindruckt. Sie bewährt sich in Niederlagen ebenso wie in Anerkennung und verlangt, dass das Eigene nicht unter dem Blick anderer preisgegeben wird.

  1. Kein großer Mensch hinterlässt uns von sich ein verschwommenes Bild, sondern ein scharfes und sehr bestimmtes.

    André Gide

  2. Jedes kleine Wesen würde erfrieren und sinken, würde es nicht vom rings umwallenden Leben gewärmt und getragen.

    Jean Paul

  3. Ein Volk wird danach beurteilt, wie es seine Toten bestattet

    Perikles

  4. Der Mensch setzt Ruhm an wie das Schwein Fett

  5. Wenn ich unter all den Müttern, die ich sah, zu wählen hätte, würde ich meine Mutter gewählt haben

    Thomas Carlyle

  6. Wer den Begriff Komplex der Ehre großzügig interpretiert, kann unbeschadet ein Leben lang Politiker bleiben

    Christa Schyboll

  7. Ein schönes Sterben ehrt das ganze Leben

    Francesco Petrarca

  8. Das Leben ist eine Anstrengung, die einer besseren Sache würdig wäre.

    Karl Kraus

  9. Für die Völker wie für den Einzelnen gibt es Umstände, wo die Stimme der Ehre diejenige der Klugheit übertönen muss.

    Camillo Benso Graf von Cavour

  10. Der Schmeichler ist dem Herren lieb, doch stiehlt er die Ehr' ihm wie ein Dieb

  11. Sei Mensch und ehre Menschenwürde

    Robert Bosch

  12. Es ist die Würde des Menschen im Schriftsteller, was den Stil macht, nicht das Können.

    Fanny Lewald

  13. Der Mensch hängt unzerreißbar fest an den Wurzeln seiner Ehre, wie weit sie auch in die graueste Vergangenheit hineinragen.

    Wilhelmine von Hillern

  14. Jeden adelt sein eigenes Werk.

    Juvenal

  15. Tränen sind der Augen edle Sprache.

    Robert Herrick

  16. Die ganze Welt liebt einen guten Verlierer

    Kin Hubbard

  17. Zeit verleiht allen Dingen Würde. Sie gibt ein Weniges von ihrer Ewigkeit an sie ab.

    August Pauly

  18. Würde ist ein goldener Sattel, die jedem Esel auferlegt werden kann.

    August Pauly

  19. Es gibt viele Leute in der Welt, aber wenig Menschen.

    August Pauly

  20. Edler Stolz erkennt sich selbst; Hochmut sieht nur die Gebrechen anderer.

    Heinrich Martin