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Sprüche über Zukunft

313 Sprüche — Seite 4

Was noch nicht da ist und doch schon heute das Denken prägt, erscheint als Zukunft. In ihr liegen Hoffnung und Sorge, Entwurf und Ungewissheit dicht beieinander, weshalb sie den Menschen gleichermaßen antreibt und verunsichert. Darum gehört dieses Thema zu den grundlegenden Spannungen des Lebens.

Ihr Einfluss zeigt sich darin, dass Entscheidungen der Gegenwart oft bereits auf das Kommende antworten. Die Sprüche zu diesem Thema verbinden Erwartung mit Verantwortung und erinnern daran, dass Zukunft nicht nur bevorsteht, sondern im Heute vorbereitet wird.

  1. Das menschliche Denken ist wie eine trübe Flüssigkeit, die sich im Laufe der Jahrhunderte langsam klärt.

    Christian Morgenstern

  2. Sei unbekümmert um die Zukunft - es gibt keine. Wenn du in jeder Minute rein und voll und ohne Langeweile lebst, so gibt es nur eine gegenwärtige Ewigkeit.

    Clemens Brentano

  3. Besser die Eltern beneiden ihre Kinder als umgekehrt.

  4. Der nächste Krieg wird von einer Furchtbarkeit sein, wie noch keiner seiner Vorgänger.

    Bertha Freifrau von Suttner

  5. Beobachte, was früher geschah, dann wirst du wissen, was kommen wird!

  6. Ein Leben in der Vergangenheit oder in der Zukunft macht eine Gegenwart unmöglich

    Else Pannek

  7. Es gibt weder eine gute noch eine schlechte Zeit, die hundert Jahre dauert.

  8. Alles zerfällt im Augenblick, wenn man nicht ein Dasein erschaffen hat, das über dem Sarge noch fortdauert. Um wen bei seinem Alter Söhne, Enkel und Urenkel stehen, der wird oft tausend Jahre alt.

    Adalbert Stifter

  9. Es ist nie zu spät, das zu werden, was man hätte sein können.

    George Eliot

  10. Die Zukunft gehört keinem

  11. Kindheit ist Wegzehrung für's ganze Leben.

    Else Pannek

  12. Jede bessere Zukunft, welche man der Menschheit anwünscht, ist notwendigerweise auch in manchem Betracht eine schlechtere Zukunft.

    Friedrich Nietzsche

  13. Die Nachwelt ist nicht besser als die Mitwelt. Sie ist nur später.

    Arthur Schnitzler

  14. Das Schöne, das sterblich ist, vergeht, aber nicht das Kunstwerk.

    Leonardo da Vinci

  15. Alle Flüsse münden ins Meer. Alle Dinge weisen in eine Richtung.

  16. Unser Verlangen nach Lust verknüpft uns der Gegenwart. Die Sorge um unser Heil macht uns von der Zukunft abhängig.

    Charles Baudelaire

  17. Geburtstage sind die Tage, an denen man das was war, betrachtet, das was ist, bewertet und das was sein wird, voller guter Hoffnung erwartet.

    Samuel Butler

  18. Wenn über das Grundsätzliche keine Einigkeit besteht, ist es sinnlos, miteinander Pläne zu schmieden.

    Konfuzius

  19. Der Schmerz, der uns zugefügt wird, ist nicht die schwerste Last des Lebens. Viel schwerer legt sich eines Tages auf unsre Schultern der Schmerz, den wir den anderen zugefügt haben.

    Hermann Bang

  20. An den Vorfahren kann man nichts ändern, aber man kann mitbestimmen, was aus den Nachkommen wird.

    François de la Rochefoucauld