Sprüche über Dummheit
451 Sprüche — Seite 13
Nichts wirkt zugleich so unerquicklich und so dauerhaft gegenwärtig wie die Dummheit. Sie zeigt sich nicht nur im Mangel an Wissen, sondern vor allem in Selbstgewissheit, Lernunwillen und der Weigerung, die eigene Begrenzung überhaupt wahrzunehmen. Darum ist dieses Thema seit jeher ein Feld für Spott, Kritik und ernste Menschenkenntnis.
Besonders entlarvend wird sie dort, wo Lautstärke den Platz von Einsicht einnimmt. Die Sprüche zu diesem Thema beleuchten die komischen und gefährlichen Seiten menschlicher Unvernunft und machen deutlich, warum fehlende Klugheit selten harmlos bleibt.
Stehe nach Möglichkeit mit allen auf gutem Fuße, aber gib dich selbst dabei nicht auf. Sage deine Meinung immer ruhig und klar, und höre auch die anderen an. Selbst die Dummen - sie haben auch ihr …
Wie vernünftige Menschen oft sehr dumm sind, so sind die Dummen manchmal sehr gescheit.
— Christian Johann Heinrich Heine
Nichts fürchtet ein dummer Mann mehr als eine gescheite Frau.
— Christian Johann Heinrich Heine
Der ist ein Narr, der sich an der Vergangenheit die Zähne ausbricht, denn sie ist ein Granitblock und hat sich vollendet.
— Antoine de Saint-Exupéry
Der Stein der Weisen sieht dem Stein der Narren zum Verwechseln ähnlich.
— Joachim Ringelnatz
Es ist keine Ehre von einem Narren gelobt zu werden
— Konfuzius
Erfahrung ist der Name, den die Menschen ihren Torheiten und Sorgen geben.
— Alfred de Musset
Dumm ist, wer andere zwingt, ihm zu glauben.
Höflichkeit ist Klugheit. Folglich ist Unhöflichkeit Dummheit. Sich mittels ihrer unnötiger- und mutwilligerweise Feinde machen ist Raserei.
— Arthur Schopenhauer
Der Tor braucht einen Keulenschlag, wo dem Weisen ein Wink genügen mag.
Einige finden sich mit ihrer Rolle als Nichtskönner nicht ab. Auch auf diesem Gebiet geben sie sich nicht mit Durchschnitt zufrieden
— Karl-Heinz Karius
Der Wahn aller Regierenden, vom Minister bis zum Pedell herab, ist, dass das Regieren ein großes Geheimnis sei, welches dem Volk zu seinem Besten verschwiegen werden müsse
— Ludwig Börne
Seien wir den Narren dankbar. Ohne sie könnten wir anderen keinen Erfolg haben.
— Mark Twain
Der Kluge sieht das Gemeinsame in den verschiedenen Religionen, der Dummkopf die Unterschiede.
Alles in der Welt ist Torheit, nur nicht die Heiterkeit.
— Friedrich der Große
Der Narr tut, was er nicht lassen kann, der Weise lässt, was er nicht tun kann.
Der Narr macht viel Aufhebens um nichts.
Wenn ein Kopf und ein Buch zusammenprallen, und es klingt hohl, ist es dann allemal das Buch?
— Georg Christoph Lichtenberg
Die Erfahrung ist eine teure Schule, aber Narren wollen anderswo nicht lernen.
— Benjamin Franklin
Lieber nichts wissen, als Vieles halb wissen! Lieber ein Narr sein auf eigene Faust, als ein Weiser nach fremdem Gutdünken!
— Friedrich Nietzsche