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Sprüche über Dummheit

451 Sprüche — Seite 6

Nichts wirkt zugleich so unerquicklich und so dauerhaft gegenwärtig wie die Dummheit. Sie zeigt sich nicht nur im Mangel an Wissen, sondern vor allem in Selbstgewissheit, Lernunwillen und der Weigerung, die eigene Begrenzung überhaupt wahrzunehmen. Darum ist dieses Thema seit jeher ein Feld für Spott, Kritik und ernste Menschenkenntnis.

Besonders entlarvend wird sie dort, wo Lautstärke den Platz von Einsicht einnimmt. Die Sprüche zu diesem Thema beleuchten die komischen und gefährlichen Seiten menschlicher Unvernunft und machen deutlich, warum fehlende Klugheit selten harmlos bleibt.

  1. Ich beneide die Dummen um ihre Tollkühnheit: Sie sprechen den ganzen Tag.

    Michel de Montaigne

  2. Besser ein dummer Wanderer als ein Weiser, der zu Hause sitzt.

  3. Es ist ebenso nutzlos als töricht, sich nicht in das Unabänderliche ruhig und still zu fügen

    Wilhelm von Humboldt

  4. Unsichtbar wird die Dummheit, wenn sie genügend grosse Ausmasse angenommen hat.

    Bertolt Brecht

  5. Anderen an seinem Unglück die Schuld geben, ist ein Zeichen von Dummheit, sich selbst die Schuld geben, ist der erste Schritt zur Einsicht; weder anderen noch sich selbst die Schuld geben, ist ein Z …

    Epiktet

  6. Wie Wind im Käfige, wie Wasser in dem Siebe, ist guter Rat im Ohr der Torheit und der Liebe.

    Friedrich Rückert

  7. Lieber natürliche Dummheit als künstliche Intelligenz.

  8. Wer nie verließ der Vorsicht enge Kreise, und selbst aus seiner Jugend Tagen nichts zu bereu`n hat, zu beklagen, der war nie töricht. Aber auch nie weise.

    Friedrich Rückert

  9. Es fällt leichter, zehn Weise zu beleidigen als einen Toren.

  10. Die Geschichte ist nicht viel mehr als eine Aufzählung der Verbrechen, Narrheiten und Unglücksfällen der Menschheit.

    Edward Gibbon

  11. Die Leute, die den Reim für das wichtigste in der Poesie halten, betrachten die Verse wie Ochsen-Käufer von hinten.

    Georg Christoph Lichtenberg

  12. Ganz dumm ist nicht so schlimm als nur halb aufgeklärt.

    Johann Wilhelm Ludwig Gleim

  13. Der Weise sucht, was in ihm selber ist, der Tor, was außerhalb.

    Konfuzius

  14. Die Grenzen des Wissens zu erweitern bedarf völlig anderer intellektueller Voraussetzungen als die Grenzen des Unwissens zu erweitern

    Christa Schyboll

  15. Ein kluger Entschluss reift unverhofft, blitzschnell und ohne Erwägung, doch Dummheiten machen wir allzuoft nach reiflichster Überlegung.

    Oscar Blumenthal

  16. Hinaus! Letzte Worte sind für Narren, die noch nicht genug gesagt haben.

    Karl Marx

  17. Narren wachsen ohne Bewässerung.

  18. Bei gleicher Geistlosigkeit kommt es auf den Unterschied der Körperfülle an. Ein Dummkopf sollte nicht zu viel Raum einnehmen.

    Karl Kraus

  19. Ein Weiser entscheidet für sich selber, ein Narr richtet sich nach den Leuten.

  20. Ein Dummkopf findet immer einen, der noch dümmer ist, der ihn bewundert.

    Otto von Leixner