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Sprüche über Dummheit

451 Sprüche — Seite 7

Nichts wirkt zugleich so unerquicklich und so dauerhaft gegenwärtig wie die Dummheit. Sie zeigt sich nicht nur im Mangel an Wissen, sondern vor allem in Selbstgewissheit, Lernunwillen und der Weigerung, die eigene Begrenzung überhaupt wahrzunehmen. Darum ist dieses Thema seit jeher ein Feld für Spott, Kritik und ernste Menschenkenntnis.

Besonders entlarvend wird sie dort, wo Lautstärke den Platz von Einsicht einnimmt. Die Sprüche zu diesem Thema beleuchten die komischen und gefährlichen Seiten menschlicher Unvernunft und machen deutlich, warum fehlende Klugheit selten harmlos bleibt.

  1. Ich war immer der Meinung, dass uneingeschränkte Redefreiheit auch die größte Sicherheit bedeutet. Narren muss man zum Reden auffordern, damit man sie erkennt.

    — Woodrow Wilson

  2. Es ist nichts widerwärtiger als ein Dummkopf, der Glück hat.

    — Marcus Tullius Cicero

  3. Der Mensch ist in der Gegenwart in Technik manchmal so vernarrt, dass ihn kaum der Verdacht befällt, ob sie ihn nicht zum Narren hält.

    — Karl-Heinz Söhler

  4. Narren wachsen ohne Bewässerung.

  5. Ein Dummkopf findet immer einen, der noch dümmer ist, der ihn bewundert.

    — Otto von Leixner

  6. Das Halbverstandene und Halberfahrene ist nicht die Vorstufe der Bildung, sondern ihr Todfeind.

    — Theodor W. Adorno

  7. Der Mangel an Urteilskraft ist eigentlich das, was man Dummheit nennt,und einem solochen Gebrechen ist leider gar nicht abzuhelfen.

    — Immanuel Kant

  8. Die menschliche Dummheit besteht nicht darin, dass man keine Ideen hat, sondern dass man dumme Ideen hat

    — Henry de Montherlant

  9. Ein dummer Freund macht mehr Ärger als ein kluger Feind.

    — Iwan Turgenjew

  10. Klug sein hat noch nie einen Menschen an Dummheiten gehindert.

    — Stefan Zweig

  11. Das muss ein Esel sein, der mit fünfzig Jahren noch dieselben Anschauungen hat wie vor zwanzig Jahren.

    — Otto von Bismarck

  12. Unglaublich dummes Zeug spricht dieser und jener, aus Furcht, ungebildet zu erscheinen!

    — Otto Weiss

  13. Was aber die Leute gemeiniglich das Schicksal nennen, sind meistens nur ihre eigenen dummen Streiche.

    — Arthur Schopenhauer

  14. Jeder Narr kann kritisieren, verurteilen, reklamieren - und die meisten Narren tun es auch.

    — Andrew Carnegie

  15. Kluge Leute sind selten mutig. Sie sind vorsichtig und maßvoll, also eigentlich feige. Wirklichen Mut haben nur die Narren.

    — Ferdinando Coelestinus Galiani

  16. Wo dieselben Menschen tagtäglich nur einerlei sehen, hören und treiben, nur mit ihrer nächsten Nachbarschaft verkehren, muss Beschränktheit die notwendige Folge sein.

    — Friedrich Ludwig Jahn

  17. Dummheit ist ansteckend, Verstand wächst sich kaum zur Epidemie aus.

    — Kazimierz Bartoszewicz

  18. Die beste Methode, einen Narren von seinem Irrtum zu überzeugen, besteht darin, ihn seine Dummheiten ausführen zu lassen.

    — Joseph Billings

  19. Ein geistreicher Mensch wäre oft recht in Verlegenheit ohne die Gesellschaft der Dummköpfe.

    — François de la Rochefoucauld

  20. Ein schwacher Verstand ist wie ein Mikroskop, das Kleinigkeiten vergrößert und große Dinge nicht erfaßt.

    — Philip Chesterfield